Photovoltaik Mietshaus: Solarstrom für Mehrfamilienhäuser 2025

Solarenergie auf dem Mehrfamilienhausdach ist längst keine Zukunftsmusik mehr. Doch der Weg von der Idee zur eigenen Solarstromanlage kann im Dickicht aus Vorschriften, Kosten und technischen Details schnell unübersichtlich werden. Als Tech-Journalist blicke ich für Sie hinter die Kulissen, sortiere die Fakten für 2025 und zeige auf, worauf es wirklich ankommt, damit Ihr Mietshaus zur grünen Stromzentrale wird. Machen wir uns gemeinsam ein Bild, was sich wirklich lohnt und wo die Fallstricke lauern.

Markus Weber

Markus Weber

Energieberater & TÜV-zertifizierter PV-Fachberater

Markus Weber ist seit 2012 als Energieberater und Solartechniker tätig. In den letzten 5 Jahren installierte er über 50 Solaranlagen in Süddeutschland und Österreich.

TÜV-zertifiziert 5+ Jahre Erfahrung 50+ Installationen

Das Dach als Energiequelle: Warum sich PV für Mietshäuser jetzt lohnt

Lange Zeit galt Photovoltaik als Spielwiese für Eigenheimbesitzer oder Großinvestoren. Doch in den letzten Jahren, besonders mit Blick auf die Energiepreise und die Klimaziele, hat sich das Blatt gewendet. Ein Mietshausdach bietet eine riesige, oft ungenutzte Fläche, um sauberen, günstigen Strom für alle Bewohner zu erzeugen. Hier schlummert ein enormes Potenzial, das seit 2024 durch neue gesetzliche Regelungen noch attraktiver geworden ist.

Die Vorstellung, den eigenen Strom direkt vom Dach zu beziehen und so die Nebenkosten zu senken, gewinnt zunehmend an Reiz. Besonders wenn man bedenkt, dass der Strompreis 2025 voraussichtlich zwischen 0,35 und 0,40 Euro pro Kilowattstunde liegen wird, sind die Anreize, sich unabhängig zu machen, kaum zu ignorieren. Es geht aber nicht nur ums Geld: Eine solche Anlage steigert den Wert der Immobilie, verbessert das CO2-Profil und sendet ein starkes Signal für Nachhaltigkeit.

Die neuen Spielregeln: Was Vermieter und Mieter 2025 wissen müssen

Im Oktober 2024 wurde ein entscheidender Weichensteller umgelegt: Die Installation von Photovoltaikanlagen zählt nun zu den privilegierten Maßnahmen für Mieter. Das bedeutet, ein Vermieter darf einen solchen Wunsch des Mieters nur noch unter ganz bestimmten, engen Voraussetzungen ablehnen – etwa bei ernsthaften statischen Problemen oder strengen Denkmalschutzauflagen. Dieses Recht, den eigenen Strom zu erzeugen, ist ein echter Game-Changer.

Was bedeutet das konkret für die Anlagengröße? Seit Mai 2024 wurde die maximale Einspeiseleistung für sogenannte „Balkonkraftwerke“ auf 800 Watt AC angehoben, während die Modulleistung sogar 2000 Watt DC betragen darf. Diese Entzerrung macht kleinere Anlagen deutlich flexibler und leistungsfähiger. Auch der umstrittene Wieland-Stecker ist kein Muss mehr: Ein einfacher Schuko-Stecker ist seit 2024 für solche Kleinanlagen erlaubt, was die Installation weiter vereinfacht und Kosten spart.

Für größere Anlagen auf dem Mietshaus, die mehrere Parteien versorgen, entfällt seit Neuestem die Meldepflicht beim Netzbetreiber. Die gesamte Registrierung läuft zentral über das Marktstammdatenregister (MaStR), was den Prozess erheblich verschlankt. Das ist eine der wirklich positiven Neuerungen, die den bürokratischen Aufwand spürbar reduziert und Anreize schafft, größere Projekte anzugehen.

Kosten versus Nutzen: Eine ehrliche Rechnung für Ihr PV-Projekt

Natürlich steht bei jeder Investition die Frage nach den Kosten im Raum. Pauschalaussagen sind hier immer schwierig, da jedes Dach, jede Mieterstruktur und jede Region anders ist. Doch grob lässt sich sagen: Eine schlüsselfertige Photovoltaikanlage für ein Mehrfamilienhaus kostet 2025 ohne Speicher etwa 1.000 bis 1.200 Euro pro Kilowattpeak (kWp). Mit einem Batteriespeicher klettert der Preis auf 1.750 bis 2.100 Euro pro kWp. Hier gilt es genau hinzusehen, ob sich der Speicher rechnet, denn er verlängert die Amortisationszeit.

Ein Beispiel: Eine typische 15 kWp Anlage in Mitteldeutschland erzeugt rund 14.250 kWh pro Jahr. Wenn Sie davon 40 Prozent als Mieterstrom selbst verbrauchen und den Rest einspeisen, liegt der jährliche Gewinn bei etwa 2.400 Euro. Damit amortisiert sich die Anlage in 6 bis 7 Jahren, was eine solide Rendite von rund 9,4 Prozent pro Jahr über 20 Jahre bedeutet. Das ist eine Hausnummer, die kaum eine andere Geldanlage erreicht.

Die Kostenverteilung innerhalb einer PV-Anlage offenbart, wo das meiste Geld hinfließt. Die Solarmodule selbst machen etwa 40-50% der Investition aus. Wechselrichter beanspruchen 15-20%, während das Montagesystem und die Verkabelung jeweils 10-15% ausmachen. Die Installation durch Fachpersonal schlägt mit weiteren 15-20% zu Buche. Es ist wichtig zu verstehen, dass hier Qualität ihren Preis hat, insbesondere bei den Modulen und dem Wechselrichter, die das Herzstück Ihrer Anlage bilden.

Modul-Auswahl: Welches Panel passt zu Ihrem Dach?

Der Markt für Solarmodule ist riesig, doch nicht jedes Versprechen hält, was es bewirbt. Für Mietshäuser sind vor allem Module relevant, die Effizienz, Langlebigkeit und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Ich habe mir die aktuellen Top-Modelle angesehen, die sich 2025 besonders hervorheben:

Hersteller Modell Leistung Modulpreis (netto) Preis pro kWp Wirkungsgrad Leistungsgarantie (nach 25 Jahren)
Jinko Solar JKM450N-54HL4R-V 450 Wp 170 € 377 € 22,5% 30 Jahre
Trina Solar Vertex S+ 425-455 Wp 85 € 188 € ~21,3-22,8% 87,4% (nach 25 J.)
Luxor (DE) Eco Line HJT-Bifacial ~450 Wp 116 € 258 € 23,38% 93% (nach 25 J.)

Der Blick auf die Tabelle zeigt: Trina Solar Vertex S+ bietet mit seinen N-Type TOPCon-Modulen ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die hohe Leistungsgarantie von 87,4% nach 25 Jahren ist ein starkes Argument. Jinko Solar, ebenfalls sehr preisaggressiv, punktet mit einer beeindruckenden 30-jährigen Leistungsgarantie. Luxor aus Stuttgart hingegen, ein deutscher Hersteller, setzt auf höchste Effizienz und die beste Langzeitgarantie mit 93% Restleistung nach 25 Jahren – das hat seinen Preis, ist aber für Betreiber, die auf maximale Lebensdauer und Herkunft Wert legen, eine Überlegung wert.

Was viele bei der Modulwahl übersehen, ist die lokale Förderung. Mancherorts gibt es Zuschüsse von 100 bis 300 Euro, die zwar nicht die Welt sind, aber die Investition versüßen. Prüfen Sie immer die regionalen Programme in Städten wie Berlin oder München, sie können sich lohnen. Und vergessen Sie nicht: Die 0% Mehrwertsteuer auf Module und Komponenten seit 2023 ist ein dauerhafter Kostenfaktor, der die Anschaffung attraktiver macht.

Sicherheit und Vorschriften: Was bei der Installation wirklich zählt

Eine Photovoltaikanlage auf dem Mietshaus ist kein Spielzeug. Sie muss sicher sein und sich in das bestehende Stromnetz einfügen. Hier kommt eine ganze Reihe von Normen und Richtlinien ins Spiel, die nicht nur bürokratisch klingen, sondern lebenswichtig sind. Die zentrale Norm ist die DIN VDE 0100-712, die alle Aspekte von der Modulmontage bis zum Netzanschlusspunkt regelt. Sie schreibt unter anderem zwingend einen Überspannungsschutz vor und präzisiert die Anforderungen an die Kabelverlegung.

Ein Punkt, der oft unterschätzt wird, ist der Brandschutz. Die VdS 3145-Richtlinie ist hier maßgeblich und verlangt, dass PV-Module die Anforderungen an eine "harte Bedachung" nach DIN 4102-7 erfüllen. Das bedeutet, sie müssen selbst schwer entflammbar sein und dürfen das Brandverhalten des Daches nicht negativ beeinflussen. Installateure müssen Kabel immer in Metallrohren oder -kanälen verlegen, um im Brandfall eine schnelle Ausbreitung zu verhindern. Das sind Details, die ein seriöser Fachbetrieb von sich aus einhalten wird und über die man sprechen sollte.

Nicht zuletzt die Statik! Eine 15 bis 20 kWp Anlage wiegt gut und gerne 450 bis 600 Kilogramm allein an Modulen, dazu kommen 100 bis 200 Kilogramm für das Montagesystem. Das Dach muss diese Lasten tragen können, insbesondere bei Schnee- und Windlasten, die je nach Region und Höhe variieren. Eine Standsicherheitsberechnung durch einen Statiker ist daher unerlässlich und kostet in der Regel 500 bis 1.500 Euro. Nehmen Sie diese Kosten ernst, sie sind eine Investition in die Sicherheit und Langlebigkeit Ihrer Anlage.

Der Wechselrichter, der Gleichstrom der Module in haushaltsüblichen Wechselstrom wandelt, muss zudem die VDE-AR-N 4105 einhalten. Diese Norm stellt sicher, dass sich das Gerät bei Netzstörungen automatisch vom Netz trennt (Anti-Insel-Schutz). Auch der FI-Schalter im Haus muss vor der Installation auf seine Kompatibilität geprüft werden. Das sind technische Details, die Ihr Installateur vorab klären sollte, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Der Papierkrieg: Die MaStR-Anmeldung als entscheidender Schritt

Die größte bürokratische Hürde für viele Betreiber ist die Anmeldung im Marktstammdatenregister (MaStR). Es mag trocken klingen, ist aber absolut verpflichtend und kann bei Versäumnis teuer werden. Innerhalb eines Monats nach der Inbetriebnahme – also der ersten Stromerzeugung – muss die Anlage dort registriert sein. Wer diese Frist verpasst, riskiert nicht nur eine Kürzung der Einspeisevergütung um bis zu 60 Prozent, sondern auch saftige Bußgelder von bis zu 2.000 Euro. Das ist keine Drohung, sondern die klare Ansage des Gesetzgebers.

Die Anmeldung selbst ist in vier Schritten erledigt, aber jeder Schritt hat seine Tücken. Zuerst legen Sie ein Benutzerkonto an, dann registrieren Sie sich als Anlagenbetreiber. Der dritte und wichtigste Schritt ist die Registrierung der Anlageneinheit. Hier müssen Sie präzise Angaben zu Standort, Inbetriebnahmedatum, Nennleistung, Modulen, Wechselrichter und dem Netzbetreiber machen. Ein kleiner Fehler hier kann zu Rückfragen oder "Tickets" führen, die den Prozess verzögern. Nehmen Sie sich die Zeit und halten Sie alle Unterlagen wie Netzanschlussvertrag und Inbetriebnahmebestätigung des Installateurs bereit.

Gerade bei Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) gibt es Besonderheiten: Die WEG kann sich als GbR registrieren lassen, was einen Vorstandsbeschluss voraussetzt. Es muss klar sein, wer der Anlagenbetreiber ist, da jede Einheit von genau einem Betreiber geführt wird. Nach der erfolgreichen Registrierung erhalten Sie eine SEE-Nummer (Stromerzeugungseinheit) und eine ABR-Nummer (Anlagenbetreiber). Erst wenn der Netzbetreiber die Daten geprüft und den Meldebescheid verschickt hat, fließt auch die Einspeisevergütung. Hier steckt der Teufel oft im Detail, und es empfiehlt sich, frühzeitig einen erfahrenen Partner an der Hand zu haben.

Fazit und Handlungsempfehlungen für Ihr Mietshaus

Photovoltaik auf dem Mietshaus ist 2025 nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich überaus attraktiv. Die Rahmenbedingungen sind günstiger als je zuvor, die Technologie ausgereift und die Kosten für Anlagen sinken weiter. Doch der Erfolg hängt von einer sorgfältigen Planung und Umsetzung ab.

Mein Rat an Sie: Beginnen Sie mit einer gründlichen Analyse Ihres Daches und des Stromverbrauchs im Haus. Holen Sie mehrere Angebote von Fachbetrieben ein und vergleichen Sie nicht nur den Preis, sondern auch die angebotenen Komponenten und Garantien. Setzen Sie auf renommierte Hersteller wie Trina Solar für ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis oder Luxor, wenn Sie höchste Ansprüche an Qualität und Langlebigkeit "Made in Germany" haben. Und das Wichtigste: Planen Sie die MaStR-Anmeldung akribisch ein – sie ist der kritische Erfolgsfaktor, der oft unterschätzt wird.

Der gesamte Prozess von der ersten Idee bis zur voll funktionsfähigen Anlage dauert in der Regel drei bis fünf Monate. Scheuen Sie sich nicht, Experten zu Rate zu ziehen, und denken Sie daran, dass eine solche Investition nicht nur Ihre Immobilie aufwertet, sondern auch einen nachhaltigen Beitrag zur Energiewende leistet. Die Zukunft der Energieversorgung beginnt auf dem Dach Ihres Mietshauses.

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Häufig gestellte Fragen

Wie hoch sind die Kosten für eine Photovoltaikanlage in einem Mehrfamilienhaus?

Die Kosten für eine 30-kWp-Anlage auf einem Mehrfamilienhaus mit 10-12 Wohneinheiten liegen bei etwa 35.000-50.000 Euro brutto, entsprechend 1.200-1.800 Euro pro kWp. Mit dem Nullsteuersatz (0% MwSt.) reduzieren sich die effektiven Kosten erheblich um etwa 8.500 Euro Steuerersparnis.

Wie hoch sind die Kosten für eine Photovoltaikanlage auf dem Dach eines Mehrfamilienhauses?

Die Kosten betragen durchschnittlich 1.200-1.800 Euro pro kWp für Material und Installation. Montagekosten für Aufdachanlagen liegen bei etwa 200-300 Euro pro kWp, für Flachdachmontage 300-400 Euro pro kWp. Gesamtbudget für eine typische 30-kWp-Anlage: 35.000-50.000 Euro.

Warum stehen auf Mietshäusern kaum Solaranlagen?

Hauptgründe sind bürokratische Hürden beim Mieterstrommodell, fehlende finanzielle Anreize für Vermieter, komplexe rechtliche Anforderungen zur Anmeldung und Strommessung sowie Bedenken bezüglich Rentabilität. Nur etwa 5.400 Mieterstromanlagen sind registriert, obwohl potenziell 20 Millionen Wohnungen damit versorgt werden könnten.

Ist es günstiger, eine Solaranlage zu mieten oder zu kaufen?

Beim Kauf: 12.000-16.000 Euro für 10 kWp, Amortisation nach 9-13 Jahren. Bei Miete (Enpal): 235 Euro/Monat für 10 kWp mit Speicher, also 56.400 Euro über 20 Jahre. Kaufen ist langfristig günstiger, Miete bietet keine Anfangsinvestition und Full-Service inklusive.

Wie hoch sind die monatlichen Kosten für die Miete einer Solaranlage?

Die monatliche Miete beginnt bei etwa 98-140 Euro für kleinere Anlagen ohne Speicher. Für eine 10-kWp-Anlage mit 10-kWh-Speicher betragen die monatlichen Kosten etwa 235 Euro bei Enpal, was 2.820 Euro pro Jahr entspricht. Die Laufzeit beträgt üblicherweise 20 Jahre.

Was macht mehr Sinn, Mieten oder kaufen?

Kaufen ist sinnvoll bei: ausreichendem Kapital, längerfristigem Besitz, guter Rentabilität. Mieten ist besser für: geringe Anfangsinvestitionen, kein technisches Risiko, Full-Service und Wartung inklusive. Mit Miete zahlen Sie etwa 2-3x mehr über die Laufzeit, sparen aber Wartungskosten und -risiko.

Ist Enpal wirklich zu empfehlen?

Enpal ist seriös und Marktführer mit 3.000+ monatlichen Neukunden. Vorteile: 0 Euro Anschaffungskosten, Rundum-Sorglos-Paket, Versicherung und Wartung inklusive. Nachteile: höhere Gesamtkosten als Kauf, lange Bindung (20 Jahre), teilweise Kommunikationsprobleme. Bei Trustpilot: 80% vergeben 4-5 Sterne, aber 15-16% berichten von Service-Problemen.

Wie hoch sollte die Miete im Vergleich zum Kaufpreis sein?

Als Faustregel: Die Gesamtmietkosten über 20 Jahre sollten nicht mehr als 150-200% des aktuellen Kaufpreises betragen. Beispiel: 10-kWp-Anlage kostet 14.000 Euro im Kauf; Miete sollte nicht über 28.000 Euro in 20 Jahren liegen (140 Euro/Monat). Enpal mit 235 Euro/Monat liegt mit 56.400 Euro deutlich darüber.

Was kostet eine 10 kW Solaranlage bei Enpal?

Eine 10-kWp-Solaranlage mit 10-kWh-Stromspeicher bei Enpal kostet monatlich 235 Euro bzw. 2.820 Euro pro Jahr, also 56.400 Euro über 20 Jahre. Im Kaufmodell kostet Enpal diese Anlage etwa 18.000-26.000 Euro (netto ohne MwSt.). Nach 20 Jahren können Sie die Anlage für einen Euro erwerben.

Welche rechtlichen Voraussetzungen sind notwendig für eine Solaranlage im Mietshaus?

Das Dach muss technisch geeignet sein. Vermieter müssen die Anlage bei der Bundesnetzagentur im MaStR registrieren. Bei Mieterstrommodell: Vermieter muss als Energieversorgungsunternehmen angemeldet sein, darf maximal 90% des Grundversorgungstarifs verlangen, braucht Stromzähler für Dokumentation. Seit 2024 gibt es die vereinfachte "Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung" als Alternative.

Welche sind die besten Montageorte für Solaranlagen auf Mietshäusern?

Optimal: Südausrichtung auf Schrägdach oder Flachdach mit Aufständerung. Flachdächer bieten mehr Flexibilität bei Ausrichtung und Neigung (ideal 30-35 Grad). Schrägdächer verursachen weniger Montagekosten. Fassadenmontage ist Notfallösung mit 20-30% Effizienzverlusten. Dachausrichtung nach Süden ist ideal, Südwest/Südost akzeptabel (bis 45 Grad Abweichung).

Was ist die MaStR-Anmeldung und wie funktioniert sie?

MaStR (Marktstammdatenregister) ist ein Pflichtregister der Bundesnetzagentur für alle Solaranlagen in Deutschland. Anlagen müssen spätestens einen Monat nach Inbetriebnahme online kostenlos angemeldet werden. Ab Februar 2025 müssen auch die Zerez-IDs der Komponenten (Wechselrichter, Speicher) angegeben werden. Versäumnisse führen zu Kürzungen von Fördergeldern oder Bußgeldern.

Welche Förderungen gibt es für Solaranlagen auf Mietshäusern 2025?

Hauptförderungen: 0% Mehrwertsteuer für PV-Anlagen und Speicher, KfW-Kredite mit günstigen Zinsen (bis 100% Finanzierung möglich), Einspeisevergütung 7,96 Cent/kWh (Teileinspeisung bis 10 kWp), Mieterstromzuschlag bis 2,64 Cent/kWh (bis 10 kWp). Regional können zusätzliche Förderprogramme verfügbar sein, z.B. in NRW und Bayern.

Wie lange dauert die Amortisation einer Solaranlage im Mietshaus?

Bei Volleinspeisung (alle Module): 12-15 Jahre. Bei Mieterstrommodell: 9-12 Jahre, da höhere Einnahmen durch direkten Stromverkauf statt Netzeinspeisung. Die Amortisationszeit hängt ab von: Anschaffungskosten, Strompreisen, Eigenverbrauchsquote, Mieterstromzuschlag und regionaler Sonneneinstrahlung. Nach Amortisation erzeugt die Anlage weitere 10-15 Jahre Gewinn.

Welche Leistung sollte eine optimale Solaranlage für ein Mietshaus haben?

Empfohlen: 30-40 kWp für ein Mehrfamilienhaus mit 10-15 Wohneinheiten. Dies erzeugt ca. 27.000-36.000 kWh pro Jahr. Faustformel: 1 kWp pro Wohneinheit plus 10-20% Reserve. Benötigte Dachfläche: ca. 135-180 m² für 30 kWp. Größere Anlagen sind wirtschaftlicher (Kosten pro kWp sinken).