Die Sonne auf dem eigenen Balkon oder der Terrasse nutzen, um den steigenden Stromkosten ein Schnippchen zu schlagen – diese Vorstellung klingt verlockend, nicht wahr? Balkonkraftwerke, oder auch Stecker-Solargeräte genannt, haben in den letzten Jahren einen enormen Zulauf erfahren. Gerade Greenakku hat sich als Anbieter mit attraktiven Preisen und scheinbar leistungsstarken Systemen einen Namen gemacht. Aber wie gut sind die Angebote wirklich? Was steckt hinter den Hochglanzbroschüren, und welche Details sind entscheidend, wenn Sie selbst über eine Anschaffung nachdenken?
Als jemand, der seit Jahren die Entwicklungen im Bereich der erneuerbaren Energien verfolgt, sehe ich sowohl die Chancen als auch die Fallstricke solcher Systeme. Für den normalen Haushalt ist es oft schwer, sich im Dschungel der technischen Spezifikationen, rechtlichen Vorgaben und Wirtschaftlichkeitsberechnungen zurechtzufinden. Darum werfen wir heute einen tiefgehenden Blick auf das, was Greenakku im Jahr 2025 zu bieten hat, und klären, worauf Sie als potenzieller Käufer wirklich achten müssen.
Greenakku im Detail: Welche Modelle überzeugen wirklich?
Greenakku hat sein Portfolio geschickt auf verschiedene Bedürfnisse zugeschnitten, wobei der Fokus klar auf einer leistungsstarken Basis liegt. Drei Hauptlinien dominieren derzeit den Markt, angefangen beim preisoptimierten MAX Power Duo bis hin zu den Premium Power Varianten mit bis zu vier Modulen. Doch die schiere Wattleistung allein sagt noch nichts über die Effizienz im Alltag aus. Vielmehr sind die verbauten Komponenten und deren Zusammenspiel entscheidend.
Interessant ist hierbei, dass Greenakku überwiegend auf bifaziale Module setzt. Das bedeutet, diese Module können nicht nur auf der Vorderseite, sondern auch auf der Rückseite Licht einfangen, das beispielsweise von einer hellen Wand reflektiert wird. Diese n-type-Technologie, oft in Kombination mit i-TOPCon-Zellen, verspricht nicht nur bei direkter Sonneneinstrahlung hohe Erträge, sondern auch eine bessere Leistung bei diffusem Licht, also an bewölkten Tagen oder in den frühen Morgen- und späten Abendstunden. Ein entscheidender Vorteil, wenn man bedenkt, wie oft unsere Sonne sich in Deutschland hinter Wolken versteckt.
Das Herzstück jedes Systems ist der Mikrowechselrichter, der den von den Solarmodulen erzeugten Gleichstrom (DC) in den für Haushaltsgeräte nutzbaren Wechselstrom (AC) umwandelt. Greenakku setzt hier fast durchgängig auf den Envertech EVT800-R. Mit einer AC-Nennleistung von 800 W passt dieser Wechselrichter perfekt zur seit Mai 2024 in Deutschland erlaubten Einspeisegrenze. Seine Spitzeneffizienz von 96,8 % und der EU-Wirkungsgrad von 95,0 % sind solide Werte, die für eine effiziente Stromumwandlung sprechen. Besonders beruhigend für den deutschen Markt: Der EVT800-R bringt den wichtigen NA-Schutz mit, zertifiziert nach der VDE-AR-N 4105, was für die Sicherheit und Konformität unumgänglich ist.
| Greenakku Modell | Modulleistung (Wp) | Wechselrichter (AC) | Preis (Set ohne Montage) | Geschätzter Jahresertrag (kWh) | Realistische Amortisation (Jahre bei 0,35€/kWh) |
|---|---|---|---|---|---|
| MAX Power Duo | 890 Wp (2x 445 Wp) | 800 W (Envertech EVT800-R) | 259 € | 650 - 900 | 1,7 - 2,2 |
| Premium Power 2 Module | 900 Wp (2x 450 Wp) | 800 W (Envertech EVT800-R) | 269 € | 680 - 920 | 1,8 - 2,3 |
| Premium Power 3 Module | 1.350 Wp (3x 450 Wp) | 1600 W (2x EVT800-R) | 439 € | 1.020 - 1.380 | 1,6 - 2,1 |
Die Modulgarantien von 25 bis 30 Jahren auf die Leistung und 20 bis 25 Jahre auf das Produkt sind branchenüblich und zeigen das Vertrauen in die Langlebigkeit der Module. Weniger bekannt ist oft die Lebenserwartung des Wechselrichters, die typischerweise bei 10 bis 15 Jahren liegt. Greenakku gibt für den Envertech EVT800-R eine 15-jährige Herstellergarantie, was über dem Durchschnitt für Mikrowechselrichter liegt. Dies ist ein wichtiger Punkt, denn ein Ausfall des Wechselrichters legt die gesamte Anlage lahm und kann die Wirtschaftlichkeit stark beeinflussen.
Amortisation & Ertrag: Erwartung vs. Realität auf dem Balkon
Lohnt sich ein Greenakku Balkonkraftwerk finanziell wirklich? Diese Frage steht für viele ganz oben auf der Liste. Die Antwort ist ein klares "Jein", denn die Amortisationszeit hängt von weit mehr Faktoren ab als nur dem Anschaffungspreis und der Modulleistung. Sicher, Greenakku bewirbt teilweise Amortisationszeiten von nur 2-4 Jahren, doch diese Zahlen basieren oft auf idealen Bedingungen und hohen Strompreisen. Schauen wir uns die Realität an.
Ein 800-W-System, wie es die meisten Greenakku-Sets mit dem Envertech EVT800-R abbilden, erzeugt in Deutschland je nach Standort und Ausrichtung zwischen 550 und 800 kWh pro Jahr. Südausrichtung mit einem Neigungswinkel von 25-35° ist Goldstandard und liefert die höchsten Erträge, typischerweise 720-800 kWh/Jahr. Eine Ost-West-Ausrichtung, bei der je ein Modul nach Osten und Westen zeigt, ist zwar ertragsärmer im Jahresmittel (ca. 600-670 kWh/Jahr), kann aber über den Tagesverlauf eine gleichmäßigere Stromproduktion liefern, was die Eigenverbrauchsquote erhöht. Das ist ein wichtiger Aspekt, der in vielen Ratgebern oft untergeht: Es geht nicht nur um den Maximalertrag, sondern darum, wie viel des erzeugten Stroms Sie selbst verbrauchen können.
Die Eigenverbrauchsquote liegt bei einem typischen Haushalt ohne Stromspeicher bei 60-70 %. Mit einem kleinen Speicher kann diese Quote auf 80-95 % steigen. Nehmen wir einen durchschnittlichen Strompreis von 0,35 €/kWh für 2025 an – eine realistische Annahme, nachdem die Preise sich wieder etwas stabilisiert haben. Ein MAX Power Duo mit 890 Wp Modulleistung könnte unter optimierten Bedingungen etwa 850 kWh pro Jahr erzeugen. Bei einer Eigenverbrauchsquote von 80 % sparen Sie so jährlich rund 238 € (850 kWh * 0,80 * 0,35 €/kWh). Rechnet man zu den reinen Set-Kosten von 259 € noch 90-150 € für Montagematerial und Kabel hinzu, landen Sie bei Gesamtkosten von etwa 350-400 €. Damit amortisiert sich das System in realistischen 1,7 bis 2,2 Jahren. Das ist beeindruckend schnell und unterstreicht die Attraktivität der Greenakku-Preise.
Was jedoch typische Ratgeber gerne verschweigen: Die Amortisationszeit verlängert sich, wenn Sie einen Speicher nachrüsten. Ein Speicher kostet schnell weitere 400-800 €. Obwohl er Ihre Eigenverbrauchsquote signifikant steigert, dauert es länger, diese zusätzlichen Investitionskosten wieder hereinzuholen. Für den Gelegenheitsnutzer, der hauptsächlich tagsüber zu Hause ist, mag ein Speicher überdimensioniert sein. Für Haushalte mit hohem Abendstromverbrauch kann er jedoch den Ausschlag geben, die Anlage insgesamt effizienter zu nutzen. Eine pauschale Empfehlung ist hier schwierig, es bedarf einer individuellen Betrachtung des Stromverbrauchs im Haushalt.
Der Paragraphen-Dschungel: MaStR, Netzbetreiber & neue Regeln 2025
Das deutsche Regelwerk rund um Balkonkraftwerke war lange Zeit ein Dickicht, das viele potenzielle Nutzer abschreckte. Doch das Solarpaket I, in Kraft seit Mai 2024, hat hier spürbar für Erleichterungen gesorgt. Die wichtigste Neuerung: Die maximale Einspeiseleistung von Balkonkraftwerken wurde von 600 W auf 800 W (AC) angehoben. Greenakku ist mit seinen 800-W-Wechselrichtern also voll auf der Höhe der Zeit.
Eine weitere Erleichterung betrifft die Meldung beim Netzbetreiber. Für reine Eigenverbrauchsanlagen entfällt diese nun – die Anmeldung im Marktstammdatenregister (MaStR) der Bundesnetzagentur reicht aus. Das ist ein großer Fortschritt und nimmt viel Bürokratie weg. Doch Vorsicht: Die MaStR-Anmeldung ist weiterhin Pflicht! Sie müssen Ihre Anlage innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme dort registrieren. Versäumnisse können theoretisch mit Bußgeldern bis zu 2.000 € belegt werden, auch wenn die Bundesnetzagentur primär auf Aufklärung statt Sanktionen setzt. Ohne MaStR-Anmeldung haben Sie zudem keinen Anspruch auf eine eventuelle Einspeisevergütung (die bei Balkonkraftwerken ohnehin minimal ausfällt) und Ihr Versicherungsschutz könnte leiden.
Was Mieter besonders freuen dürfte: Seit Oktober 2024 sind Balkonkraftwerke als privilegierte Maßnahme im Mietrecht verankert. Das bedeutet, Ihr Vermieter darf Ihnen die Installation nur noch aus sehr triftigen Gründen verwehren, zum Beispiel bei ernsthaften statischen Problemen oder wenn das Gebäude unter Denkmalschutz steht. Eine einfache "Ich will das nicht"-Aussage reicht nicht mehr aus. Dies stärkt die Rechte der Mieter erheblich und öffnet vielen erst die Tür zur eigenen kleinen Energiewende.
Sicherheit und Technik: VDE-Normen und der FI-Schalter-Check
Die Sicherheit ist bei elektrischen Anlagen, die an unser Stromnetz angeschlossen werden, von höchster Bedeutung. Deshalb gibt es in Deutschland die strengen VDE-Normen. Für Balkonkraftwerke sind insbesondere die VDE-AR-N 4105 und die VDE-AR-N 4100 relevant. Die 4105 ist die "Anwendungsregel für Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz" und schreibt unter anderem einen sogenannten NA-Schutz vor. Das ist ein Netzausfallschutz, der dafür sorgt, dass sich der Wechselrichter bei einer Störung im Stromnetz (z.B. Stromausfall) innerhalb von 0,2 Sekunden automatisch abschaltet. Das verhindert, dass bei Wartungsarbeiten am Netz Strom aus Ihrem Balkonkraftwerk in das Netz fließt und Arbeiter gefährdet. Der Envertech EVT800-R von Greenakku ist nach dieser Norm zertifiziert, was ein beruhigendes Zeichen für die Sicherheit ist.
Ein oft übersehener, aber kritischer Punkt, der in vielen Ratgebern untergeht, ist die Prüfung des vorhandenen FI-Schalters in Ihrer Hauselektrik. Steckerfertige Solaranlagen dürfen nur an Stromkreisen betrieben werden, die über einen Fehlerstrom-Schutzschalter (RCD/FI) des Typs A oder B verfügen. Ältere Installationen haben manchmal nur FI-Schalter des Typs AC, die für Balkonkraftwerke ungeeignet sein können, da sie bei bestimmten Fehlerströmen nicht auslösen. Ein kurzer Check im Sicherungskasten oder ein Anruf beim Elektriker kann hier Klarheit schaffen. Dies ist eine Vorsichtsmaßnahme, die Ihrer eigenen Sicherheit dient und nicht vernachlässigt werden sollte.
Auch die Anschlussart war lange Zeit ein Zankapfel. Seit 2024 ist der Schuko-Stecker (der normale Haushaltsstecker) für Balkonkraftwerke bis 800 W explizit erlaubt, sofern der Wechselrichter über einen integrierten NA-Schutz verfügt – was beim Greenakku EVT800-R der Fall ist. Die früher oft geforderte Wieland-Steckdose, die eine Installation durch eine Elektrofachkraft zwingend machte, ist nun optional, aber nicht mehr zwingend vorgeschrieben. Das spart Installationskosten und macht die Anlagen für Laien zugänglicher. Dennoch: Für eine optimale und dauerhaft sichere Installation, insbesondere bei mehreren Modulen oder komplexen Montagesituationen, ist der Rat eines Elektrikers immer Gold wert.
Installation und Standortwahl: Was Sie beachten sollten
Die eigentliche Installation eines Greenakku Balkonkraftwerks ist dank der vorkonfektionierten Sets relativ einfach. Die Module müssen sicher befestigt werden. Greenakku empfiehlt vier Befestigungspunkte pro Modul, was für eine hohe Stabilität bei Wind und Wetter sorgt. Hier sollten Sie nicht sparen und auf eine solide Unterkonstruktion achten, die zum geplanten Montageort (Balkongeländer, Flachdach, Wand) passt. Die Neigung der Module ist dabei von großer Bedeutung: Zwischen 25 und 35 Grad Neigung zur Sonne hin sind optimal für den Jahresertrag. Aber auch eine senkrechte Montage am Balkongeländer kann erstaunlich gute Ergebnisse liefern, insbesondere wenn der Tagesverlauf eher flache Sonnenstände bietet.
Ein häufig unterschätztes Problem ist der Schattenwurf. Selbst eine kleine Verschattung durch einen Baum, eine Satellitenschüssel oder ein Dachüberstand kann die Leistung eines Solarmoduls drastisch reduzieren, da die Module meist seriell verschaltet sind und der schwächste Punkt die Gesamtleistung begrenzt. Moderne Mikrowechselrichter wie der Envertech EVT800-R für jedes Modul können hier Abhilfe schaffen, da sie die Module unabhängig voneinander optimieren. Dennoch: Achten Sie bei der Standortwahl genau auf den Schattenverlauf über den Tag und das Jahr hinweg. Eine Südausrichtung ist optimal, aber auch eine Ost-West-Ausrichtung kann sinnvoll sein, um über den Tag verteilt eine konstantere Stromproduktion zu erzielen.
Förderprogramme: Lokale Schnäppchenjagd
Während es bundesweit keine pauschale Förderung für Balkonkraftwerke gibt, lohnt sich oft ein Blick auf die lokalen und regionalen Angebote. Viele Kommunen und Bundesländer wie Berlin oder München bieten zeitlich begrenzte Zuschüsse von 100 bis 300 Euro an. Diese Programme sind oft schnell ausgeschöpft, daher ist Eile geboten, sobald eine solche Möglichkeit bekannt wird. Solche Förderungen können die Amortisationszeit noch einmal signifikant verkürzen und machen die Anschaffung noch attraktiver. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Stadt oder Gemeinde nach aktuellen Programmen, bevor Sie bestellen – manchmal gibt es auch Fördervorgaben, die Sie beachten müssen, wie z.B. eine bestimmte Modulleistung oder die Notwendigkeit, einen lokalen Handwerker einzubeziehen.
Ein Experte-Fazit: Greenakku im Realitätscheck
Greenakku bietet mit seinen Balkonkraftwerk-Sets eine überzeugende Lösung für Haushalte, die aktiv ihren Stromverbrauch senken möchten. Die Kombination aus leistungsstarken bifazialen Modulen und dem zuverlässigen Envertech EVT800-R Mikrowechselrichter, der alle relevanten Sicherheitsnormen erfüllt, ist technisch solide. Die Preise sind – insbesondere nach der 0 % Mehrwertsteuer-Regelung seit Januar 2024 – äußerst attraktiv und ermöglichen in vielen Fällen eine erstaunlich schnelle Amortisation von unter drei Jahren, oft sogar deutlich schneller bei den effizienteren Sets. Das ist eine unbestreitbare Stärke von Greenakku.
Was jedoch nicht verschwiegen werden darf: Auch wenn die rechtlichen Hürden durch das Solarpaket I deutlich gesenkt wurden, bleiben einige Eigenverantwortlichkeiten bestehen. Die MaStR-Anmeldung ist Pflicht, der Check des FI-Schalters ratsam, und eine sorgfältige Installation unerlässlich. Unterschätzen Sie auch nicht die Bedeutung der Standortwahl und des Schattenwurfs – ein perfekt positioniertes 600-W-System kann mehr bringen als ein schlecht ausgerichtetes 800-W-System. Die Entscheidung für oder gegen einen Speicher hängt stark vom individuellen Verbrauchsverhalten ab und sollte gut durchdacht sein, da er die Amortisation spürbar verlängert.
Unterm Strich: Wer bereit ist, sich mit den Details auseinanderzusetzen und die Installation sorgfältig plant, findet in den Greenakku-Angeboten eine finanziell lohnende und technisch ausgereifte Möglichkeit, einen Teil seines Strombedarfs selbst zu decken und einen kleinen Beitrag zur Energiewende zu leisten. Die Zeiten, in denen Balkonkraftwerke eine Nische waren, sind vorbei. Sie sind in Deutschland, gerade im Jahr 2025, eine ernstzunehmende Option für jeden Haushalt mit einem passenden Plätzchen für ein paar Solarmodule.
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