Balkonkraftwerk ohne Bohren 2025: Der komplette Experten-Check

Die Vorstellung, den eigenen Strom direkt vom Balkon zu ernten, ohne auch nur ein Loch bohren zu müssen, fasziniert viele Haus- und Wohnungsbesitzer. Und tatsächlich, was vor einigen Jahren noch nach Zukunftsmusik klang, ist heute Realität. Doch welche Systeme sind wirklich gut? Was muss man 2025 rechtlich beachten, und wann rechnet sich die Investition tatsächlich? Als erfahrener Tech-Journalist im Bereich erneuerbare Energien beleuchte ich für Sie, worauf es ankommt.

Markus Weber

Markus Weber

Energieberater & TÜV-zertifizierter PV-Fachberater

Markus Weber ist seit 2012 als Energieberater und Solartechniker tätig. In den letzten 5 Jahren installierte er über 50 Solaranlagen in Süddeutschland und Österreich.

TÜV-zertifiziert 5+ Jahre Erfahrung 50+ Installationen

Wer mit dem Gedanken spielt, seinen eigenen Strom zu erzeugen, stößt schnell auf das Konzept des Balkonkraftwerks. Besonders attraktiv erscheinen dabei Lösungen, die keine dauerhaften baulichen Veränderungen erfordern. Aber ist ein "balkonkraftwerk ohne bohren" wirklich so unkompliziert, wie es klingt? Die Antwort ist ein klares Ja – mit einigen wichtigen Details, die Sie kennen sollten, um böse Überraschungen zu vermeiden und das Maximum aus Ihrer Anlage herauszuholen.

Gerade in Deutschland hat das Thema Stecker-Solargeräte in den letzten Jahren enorm an Fahrt aufgenommen, auch dank politischer Erleichterungen. Was bedeutet das konkret für Sie, wenn Sie in 2025 über eine Anschaffung nachdenken? Wir tauchen ein in die technischen Finessen, rechtlichen Rahmenbedingungen und nicht zuletzt die wirtschaftlichen Aspekte, die Ihr Projekt zum Erfolg machen.

Die gelungene Solare Ernte: Befestigung am Geländer – ein Königsweg ohne Löcher

Das Versprechen eines Balkonkraftwerks ohne Bohren fußt in den meisten Fällen auf cleveren Befestigungslösungen für das Geländer. Es ist nicht nur eine Frage der Bequemlichkeit, sondern oft eine Notwendigkeit, gerade für Mieter oder in denkmalgeschützten Gebäuden. Aber Achtung: "Bohren entfällt" heißt nicht "Denken entfällt". Die Stabilität und Sicherheit der Module müssen stets gewährleistet sein, insbesondere bei Wind und Wetter.

Ein entscheidender Punkt, der in vielen allgemeinen Ratgebern gerne übergangen wird, ist die Notwendigkeit einer fachgerechten Montage. Es genügt nicht, die Halterungen "irgendwie" anzubringen. Die DIN VDE 0100-551, eine wichtige Norm für elektrische Anlagen, schreibt hier präzise vor, wie vorzugehen ist. Bei Geländerbefestigungen für Balkonkraftwerke bedeutet das, dass die Module über spezielle Halterungen und Klemmen sicher mit dem Balkongeländer verbunden werden müssen. Achten Sie darauf, dass die Befestigungselemente aus korrosionsbeständigen Materialien wie Edelstahl oder Aluminium gefertigt sind und eine ausreichende Tragfähigkeit für das Gewicht der Module und die zu erwartenden Windlasten bieten.

Haben Sie schon einmal an einen Drehmomentschlüssel gedacht? Viele vergessen ihn, dabei ist er entscheidend für die Sicherheit. Die Anleitung des Herstellers gibt konkrete Anzugsdrehmomente für die Schrauben vor, typischerweise zwischen 14 und 20 Nm. Das Einhalten dieser Werte stellt sicher, dass die Verbindungen fest genug sitzen, um Vibrationen und Wind standzuhalten, aber nicht so fest, dass das Material beschädigt wird. Dieser kleine, aber feine Unterschied kann im Ernstfall verhindern, dass Ihre Module bei Sturm zur Gefahr werden. Überprüfen Sie die Befestigungen mindestens zweimal jährlich, idealerweise im Frühjahr und vor der Herbststurmsaison – ein Tipp, der bares Geld und Nerven sparen kann.

Ein weiterer Aspekt ist der Neigungswinkel der Module. Auch wenn eine starre Befestigung am Balkongeländer oft nur begrenzte Anpassungen zulässt, sollten Sie versuchen, einen Winkel zwischen 25 und 45 Grad zu erreichen. Das ist die Spanne, in der Solarmodule in Deutschland den höchsten Jahresertrag liefern. Moderne Halterungen bieten hier oft eine verstellbare Mechanik, die eine Optimierung ermöglicht. Manchmal muss man hier einen Kompromiss eingehen, wenn die baulichen Gegebenheiten keinen optimalen Winkel zulassen. Aber selbst bei suboptimaler Ausrichtung rechnet sich ein Balkonkraftwerk oft noch – nur eben langsamer.

Was steckt drin? Moderne Balkonkraftwerke im Detailvergleich

Der Markt für Balkonkraftwerke ist in den letzten Jahren schier explodiert, und mit ihm die Anzahl der angebotenen Systeme. Wie findet man da den "Testsieger" für sich selbst? Die aktuellen Tests von Stiftung Warentest oder spezialisierten Portalen wie idealo oder homeandsmart geben erste Anhaltspunkte. Oft werden hier nicht nur die reinen Leistungsdaten beleuchtet, sondern auch die Qualität der Komponenten und der Service der Anbieter. Für 2025 haben sich einige Systeme besonders hervorgetan.

Die sogenannten „Testsieger“ wie das Green Solar Balkonkraftwerk Universaldach 900/800 bifazial oder das Heckert Solar Zeus Smartsystem 800+ überzeugen oft durch eine gute Balance aus Effizienz, einfacher Montage und einem fairen Preis. Green Solar punktete beispielsweise mit einer Gesamtnote von 2,2, während Heckert Solar als Preis-Leistungs-Sieger mit einer 2,4 glänzte und besonders stabile Halterungen (Teilnote 1,0) bot. Bifaziale Module, die beidseitig Licht aufnehmen können, sind hier ein echter Vorteil. Sie fangen auch das von der Balkonfläche oder Wand reflektierte Licht ein und steigern so den Ertrag.

Doch nicht jeder braucht das Highend-System. Während hochwertige 800W-Sets ohne Speicher bei rund 600-700 Euro starten, schlagen Premium-Anlagen mit integriertem Speicher, wie die Anker Solix Solarbank 3 Pro oder die Zendure SolarFlow 800 Pro, mit Preisen von 899 bis 1.700 Euro zu Buche. Die Anker Solix beeindruckt mit einer Modularität bis 10 kWh und vier MPPT-Trackern für bis zu acht Module – das ist für ein Balkonkraftwerk schon eine Ansage. Vier MPPT-Tracker bedeuten, dass jedes Modul oder eine kleine Gruppe von Modulen unabhängig voneinander den maximalen Leistungspunkt finden kann, was besonders bei Teilverschattung vorteilhaft ist.

Die Zendure SolarFlow 800 Pro, ein weiterer Kauftipp, bietet mit 1,93 kWh nutzbarer Speicherkapazität und ebenfalls vier MPPT-Trackern eine hohe Flexibilität. Besonders spannend ist hier der ZENKI-KI-Modus, der dynamische Stromtarife optimal nutzen soll. Das klingt zwar verlockend, in der Praxis muss man jedoch genau prüfen, ob solche smarten Funktionen den Mehrpreis und die längere Amortisationszeit des Speichers auch wirklich rechtfertigen. Für den durchschnittlichen Haushalt ohne dynamischen Tarif ist ein System ohne Speicher oft die wirtschaftlichere Wahl, da die Speicherkosten die Ersparnis durch den höheren Eigenverbrauch lange Zeit auffressen.

Modellbeispiel (800W) Typische Kosten (2025) Besonderheiten Jahresertrag (ca.) Amortisationszeit (ohne Speicher)
AC-TEC 800W Set (Einstieg) 600 - 700 Euro Basissystem, robust 550 - 700 kWh ca. 2,8 - 3,2 Jahre
Green Solar 900/800 bifazial 700 - 900 Euro Bifaziale Module, hohe Effizienz 600 - 800 kWh ca. 2,5 - 3,0 Jahre
Heckert Solar Zeus Smartsystem 800+ 800 - 1.000 Euro Besonders stabile Befestigung, gute Leistung 600 - 800 kWh ca. 2,5 - 3,0 Jahre
Zendure SolarFlow 800 Pro (mit Speicher) 899 - 1.099 Euro 1,93 kWh Speicher, 4 MPPT, KI-Modus 700 - 950 kWh (mit Speicher) ca. 5,8 - 6,7 Jahre
Anker Solix Solarbank 3 Pro (mit Speicher) 1.300 - 1.700 Euro Modular bis 10 kWh, 4 MPPT, Notstrom 700 - 950 kWh (mit Speicher) ca. 6,0 - 7,5 Jahre

Die Spielregeln kennen: Rechtliches Update für Ihr Stecker-Solargerät 2025

Die gute Nachricht vorweg: Die Bürokratie rund um Balkonkraftwerke wurde in den letzten Monaten massiv entschlackt. Seit Mai 2024 ist die Einspeisegrenze von 600 Watt auf 800 Watt AC angehoben worden, während Sie sogar Module mit bis zu 2000 Watt DC-Leistung anschließen dürfen. Das bedeutet mehr Ertrag für Ihren Haushalt und eine schnellere Amortisation.

Aber selbst mit vereinfachten Prozessen gibt es eine unverzichtbare Pflicht: die MaStR-Anmeldung. Das Marktstammdatenregister ist die zentrale Datenbank für alle Stromerzeugungsanlagen in Deutschland. Sie müssen Ihre Anlage dort innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme registrieren. Wer diese Frist verstreichen lässt, riskiert Bußgelder von bis zu 2.000 Euro. Die Bundesnetzagentur zeigt sich zwar oft kulant bei zeitnaher Nachmeldung, aber verlassen sollte man sich darauf nicht. Die Anmeldung ist online unter www.marktstammdatenregister.de in etwa 15 Minuten erledigt und stellt sicher, dass Ihre Anlage auch versichert ist.

Eine weitere große Erleichterung seit dem Solarpaket I ist der Wegfall der separaten Meldung beim Netzbetreiber. Die Informationen aus dem MaStR werden automatisch an Ihren zuständigen Netzbetreiber übermittelt. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch den oft mühsamen Kommunikationsaufwand mit den lokalen Versorgern.

Mieter, aufgepasst! Seit Oktober 2024 ist das Balkonkraftwerk als "privilegierte Maßnahme" eingestuft. Das bedeutet, Ihr Vermieter darf Ihnen die Installation nicht mehr ohne triftigen Grund verwehren. Ablehnungsgründe sind auf Fälle beschränkt, wo die Statik des Gebäudes gefährdet wäre oder Belange des Denkmalschutzes entgegenstehen. Ein einfacher "Ich will das nicht" reicht nicht mehr aus.

Und was ist mit dem Anschlussstecker? Lange Zeit wurde kontrovers über den Schuko-Stecker diskutiert. Die gute Nachricht: Auch hier hat der Gesetzgeber nachgebessert. Seit 2024 ist der Anschluss über eine haushaltsübliche Schuko-Steckdose zulässig, sofern alle relevanten Sicherheitsnormen eingehalten werden. Eine Wieland-Steckdose, die früher oft gefordert wurde, ist nun nur noch eine optionale, wenn auch sicherheitstechnisch weiterhin empfehlenswerte, Alternative.

Ein Blick auf Ihren Stromzähler ist ebenfalls wichtig. Haben Sie noch einen alten Ferraris-Zähler mit Drehscheibe? Dann muss dieser vom Netzbetreiber kostenfrei gegen einen modernen Digitalzähler oder einen Zweirichtungszähler getauscht werden, da die Ferraris-Zähler ohne Rücklaufsperre beim Einspeisen rückwärts laufen würden – das wäre zwar gut für Sie, aber nicht legal. Moderne Zähler verfügen über eine Rücklaufsperre.

Rechnet sich das wirklich? Wirtschaftlichkeit und Förderungen realistisch betrachtet

Die Investition in ein Balkonkraftwerk ist nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz, sondern rechnet sich auch finanziell. Bei einem durchschnittlichen Strompreis von 35 bis 40 Cent pro Kilowattstunde (kWh) im Jahr 2025 sieht die Amortisationsrechnung attraktiv aus. Ein 800W-System erzeugt je nach Standort zwischen 550 und 800 kWh pro Jahr. In Süddeutschland sind sogar bis zu 920 kWh möglich, während es im Norden bei etwa 760 kWh liegt.

Die Stromgestehungskosten für den selbst erzeugten Strom liegen bei nur 8 bis 12 Cent pro kWh – ein Bruchteil dessen, was Sie Ihrem Energieversorger zahlen. Ein Balkonkraftwerk ohne Speicher amortisiert sich bei aktuellen Strompreisen in der Regel nach 2,5 bis 3,2 Jahren. Selbst wenn die Strompreise wieder fallen sollten, bleibt dies eine lohnende Investition über die typische Lebensdauer der Module von 20 Jahren und mehr. Die Eigenverbrauchsquote, also der Anteil des selbst erzeugten Stroms, den Sie direkt im Haushalt verbrauchen, liegt ohne Speicher typischerweise bei 60 bis 70 Prozent.

Mit einem Batteriespeicher lässt sich die Eigenverbrauchsquote auf 80 bis 95 Prozent steigern, da Sie den überschüssigen Strom speichern und abends oder nachts nutzen können. Allerdings ist hier Vorsicht geboten: Ein Speicher kostet schnell zusätzlich 400 bis 800 Euro. Das verlängert die Amortisationszeit erheblich. Für eine 800W-Anlage mit Speicher kann die Amortisation auf 5,8 bis 6,7 Jahre ansteigen. Ein Speicher lohnt sich rein wirtschaftlich meist nur, wenn Ihr Eigenverbrauch sehr hoch ist oder Sie dynamische Stromtarife nutzen, die eine intelligente Steuerung des Speichers ermöglichen. Ansonsten ist die Mehrinvestition oft schwer wieder hereinzuholen.

Auch die regionalen Förderprogramme können die Anschaffung noch attraktiver machen. Diese sind jedoch sehr unterschiedlich und zeitlich begrenzt. In Baden-Württemberg beispielsweise gibt es eine Vielzahl von Zuschüssen. Heidelberg sticht hier besonders hervor: Mit einem Heidelberg-Pass können Sie bis zu 1.450 Euro Förderung erhalten und müssen nur 50 Euro Eigenanteil zahlen! Andere Städte wie Ludwigsburg (300-800 Euro), Freiburg (200 Euro pauschal), Stuttgart (100-300 Euro) oder Ulm (bis 250 Euro) bieten ebenfalls interessante Zuschüsse. Es lohnt sich also, die Webseiten Ihrer Stadt oder Gemeinde auf aktuelle Programme zu prüfen.

Region (800W System) Jahresertrag (ca.) Eigenverbrauch (65-75%) Jährliche Ersparnis (bei 38 Ct/kWh) Amortisationszeit (ohne Speicher)
Norddeutschland 760 kWh 494 - 570 kWh 188 - 217 Euro 2,8 - 3,2 Jahre
Mitteldeutschland 840 kWh 546 - 630 kWh 207 - 239 Euro 2,5 - 2,9 Jahre
Süddeutschland 920 kWh 598 - 690 kWh 227 - 262 Euro 2,3 - 2,6 Jahre
Mitteldeutschland (mit Speicher, 1400€ System) 840 kWh (höhere Eigenverbrauchsquote) 672 - 798 kWh 255 - 303 Euro 5,8 - 6,7 Jahre

Mehr als nur Zahlen: Praxistipps für den maximalen Ertrag und die Langlebigkeit

Ein Balkonkraftwerk ist, einmal installiert, weitgehend wartungsfrei. Trotzdem gibt es einige praktische Kniffe, die Ihnen helfen, den maximalen Ertrag zu sichern und die Lebensdauer Ihrer Anlage zu optimieren. Was viele typische Ratgeber gerne verschweigen, ist die Bedeutung der Umgebungsfaktoren und die regelmäßige, wenn auch minimale, Pflege.

Die Ausrichtung ist das A und O. Eine Südausrichtung ist ideal, aber auch Ost-West-Anlagen können sich lohnen, da sie den Strom morgens und abends liefern, wenn der Eigenverbrauch oft am höchsten ist. Denken Sie auch an mögliche Verschattungen: Ein großer Baum, ein Nachbargebäude oder sogar ein Laternenmast kann den Ertrag drastisch mindern. Schon eine leichte Teilverschattung kann die Leistung eines ganzen Modulstrangs beeinträchtigen. Überprüfen Sie daher den Verlauf des Sonnenstands zu verschiedenen Jahreszeiten.

Auch die Reinigung der Module sollten Sie nicht unterschätzen. Gerade in städtischen Gebieten setzt sich mit der Zeit Staub, Pollen oder Vogelkot ab. Eine jährliche Reinigung mit klarem Wasser und einem weichen Schwamm kann den Ertrag um einige Prozentpunkte steigern. Verzichten Sie auf aggressive Reinigungsmittel, die die Beschichtung der Module angreifen könnten. Dieser kleine Aufwand kann sich über die Jahre summieren.

Vergessen Sie nicht den Wechselrichter, den Kern der Anlage, der den erzeugten Gleichstrom in nutzbaren Wechselstrom umwandelt. Er sollte an einem schattigen, gut belüfteten Ort installiert werden, da Hitze seine Lebensdauer verkürzt und die Effizienz mindert. Manche Wechselrichter sind für den Außeneinsatz konzipiert, andere benötigen einen gewissen Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung. Ein Blick in die Bedienungsanleitung gibt hier Aufschluss. Achten Sie zudem auf die Einhaltung der VDE-AR-N 4105, die vorschreibt, dass der Wechselrichter sich bei Netzstörungen automatisch abschalten muss, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Die Installation eines Balkonkraftwerks ohne Bohren ist 2025 einfacher und attraktiver denn je. Mit den aktuellen rechtlichen Erleichterungen, den immer effizienteren Modulen und den fallenden Preisen steht dem eigenen Beitrag zur Energiewende kaum noch etwas im Wege. Eine gut geplante Anlage, die die spezifischen Gegebenheiten Ihres Standorts berücksichtigt und fachgerecht installiert wird, bietet nicht nur eine hervorragende wirtschaftliche Amortisation innerhalb weniger Jahre, sondern auch das gute Gefühl, einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und jährlich etwa 400 kg CO2 einzusparen. Packen Sie es an!

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Häufig gestellte Fragen

Welche Zuschüsse gibt es für private Balkonkraftwerke in 2025?

In Deutschland gibt es bundesweit 0% Mehrwertsteuer auf Balkonkraftwerke. Zusätzlich bieten viele Städte lokale Zuschüsse: München zahlt 40 Cent pro Watt (max. 320€ für 800W), Köln 150€ (mit Köln-Pass 200€), Berlin bis zu 500€, und Gelsenkirchen 200€ für Anlagen ab 400W. Die Höhe ist vom Wohnort abhängig.

Warum lohnt sich ein Balkonkraftwerk nicht?

Ein Balkonkraftwerk lohnt sich grundsätzlich: Bei Kosten von 300-500€ und jährlichen Einsparungen von 200-280€ amortisiert es sich in 2-5 Jahren. Es lohnt sich weniger nur bei schlechter Sonneneinstrahlung, ungünstiger Ausrichtung oder sehr niedrigem Stromverbrauch.

Kann ich ein Balkonkraftwerk ohne Netzanschluss betreiben?

Ja, mit einem Batteriespeicher kannst du ein autarkes Balkonkraftwerk betreiben, das keinen Strom ins öffentliche Netz einspeist. Allerdings ist ein Speicher notwendig, um Strom für Zeiten ohne Sonneneinstrahlung zu bevorraten. Eine reine Inselanlage benötigt keine Anmeldung im MaStR.

Ist ein Balkonkraftwerk mit 2000 Watt ab 2025 erlaubt?

Nein, 2000 Watt ist nicht die Einspeiseleistung. Ab 2025 darf die Modulleistung maximal 2000W betragen, aber die Einspeiseleistung des Wechselrichters ist auf 800W begrenzt – diese Regel gilt seit 2024 und bleibt 2025 bestehen.

Ist ein Balkonkraftwerk mit 4000 Watt noch legal?

Nein, 4000W Modulleistung überschreitet die Grenze von 2000W und gilt daher nicht als Balkonkraftwerk, sondern als reguläre Solaranlage. Dies erfordert Installation durch Elektrofachkraft, Behördengenehmigung und komplexere Anmeldeverfahren.

Ist ein Balkonkraftwerk mit 2000 Watt ab 2024 erlaubt?

Ja, seit Mai 2024 (Solarpaket I) sind bis zu 2000W Modulleistung mit 800W Einspeiseleistung erlaubt – dies ist eine spürbare Verbesserung gegenüber den früheren 600W-Regelungen.

Wie viel Watt darf ein Balkonkraftwerk ab 2025 haben?

Ab 2025 darf die Modulleistung maximal 2000 Watt betragen und die Wechselrichterleistung darf 800 Watt nicht überschreiten. Diese Grenzwerte gelten pro Stromzähler/Haushalt.

Ist es erlaubt, ein Balkonkraftwerk mit 1200 Watt ab 2025 zu betreiben?

Ja, 1200W Modulleistung ist erlaubt, solange die Einspeiseleistung des Wechselrichters 800W nicht überschreitet. Der Wechselrichter regelt die Leistung dann automatisch herunter.

Ist es in Deutschland erlaubt, ein Balkonkraftwerk mit 2000 Watt zu betreiben?

Ja, 2000W Modulleistung ist in Deutschland erlaubt – allerdings bezieht sich dies auf die Leistung der Solarmodule, nicht auf die Einspeiseleistung, die auf 800W begrenzt ist.

Wie erfolgt die MaStR-Anmeldung für ein Balkonkraftwerk 2025?

Die Anmeldung erfolgt online im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur (www.marktstammdatenregister.de) innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme. Du benötigst nur 5 Angaben statt früher 20 – ein Netzbetreiber-Antrag entfällt. Die Nichtanmeldung kann Bußgelder bis 1000€ zur Folge haben.

Welche Installation ohne Bohren ist möglich bei Balkonkraftwerken?

Balkonkraftwerke ohne Bohren lassen sich auf Betonbalkonen mit speziellen Ballast-Montagesystemen (z.B. WAVE-System) befestigen, auf Flachdächern mittels aerodynamischer Ballastierungssysteme oder mit nicht durchdringenden Halterungssystemen. Diese ermöglichen sichere Installation ohne Dachdurchbruch.

Wie lange dauert die Amortisation eines Balkonkraftwerks 2025?

Ein Balkonkraftwerk amortisiert sich typischerweise nach 2-5 Jahren, abhängig von Anschaffungskosten (300-500€), jährlichen Einsparungen (200-320€ bei 35 Cent/kWh) und Eigenverbrauch. Mit lokalen Förderungen kann die Amortisationszeit auf 2 Jahre sinken.

Welche rechtlichen Voraussetzungen gelten für Balkonkraftwerke 2025?

Ab Herbst 2024 können Mieter und Wohnungseigentümer einen Rechtsanspruch auf Installation geltend machen – Vermieter dürfen sie nicht ohne triftigen Grund ablehnen. Eine Anmeldung im MaStR ist Pflicht, Genehmigungen sind nicht erforderlich. Die Anlage muss technisch sicher installiert sein.

Welche sind die besten Balkonkraftwerk-Modelle 2025?

Testsieger 2025 der Stiftung Warentest: Green Solar Universaldach 900/800W bifazial (Note 2,2). Preis-Leistungs-Sieger: Heckert Solar Zeus Smartsystem 800+ Flachdach (Note 2,4). Für Speicher-Lösungen: Anker SOLIX Solarbank 3 Pro, EcoFlow STREAM Ultra und Marstek Jupiter C Plus.

Kann ein Balkonkraftwerk bei Stromausfall Strom liefern?

Nein, reguläre Balkonkraftwerke funktionieren nur mit aktiven Stromnetz. Der Wechselrichter benötigt Netzspannung – bei Stromausfall fällt die Anlage aus. Nur spezielle inselfähige Systeme mit Speicher können autark versorgen, diese sind aber nicht standard.