Balkonkraftwerk Anbieter 2025: Der große Kaufberater

Die Sonne scheint, die Strompreise steigen – ein Balkonkraftwerk ist für viele Haushalte längst keine Spielerei mehr, sondern eine ernsthafte Option, um die Energiewende in den eigenen vier Wänden voranzutreiben. Doch wer bietet eigentlich die besten Lösungen an, und worauf müssen Sie bei all den Versprechen wirklich achten? Begleiten Sie mich auf eine kritische Tour durch den Markt der Mini-PV-Anlagen 2025, damit Ihr persönliches Kraftwerk nicht zur Kostenfalle wird, sondern zur echten Ersparnis.

Markus Weber

Markus Weber

Energieberater & TÜV-zertifizierter PV-Fachberater

Markus Weber ist seit 2012 als Energieberater und Solartechniker tätig. In den letzten 5 Jahren installierte er über 50 Solaranlagen in Süddeutschland und Österreich.

TÜV-zertifiziert 5+ Jahre Erfahrung 50+ Installationen

Die Vorstellung, den eigenen Strom auf dem Balkon zu erzeugen, fasziniert immer mehr Menschen. Gerade in Zeiten, in denen die Strompreise zwischen 0,35 und 0,40 Euro pro Kilowattstunde (2025er Prognose) liegen, ist die Motivation, einen Teil des Bedarfs selbst zu decken, enorm gestiegen. Doch der Markt für Balkonkraftwerke wächst rasant, und mit ihm die Anzahl der Anbieter, die teils mit verlockenden, teils mit irreführenden Versprechen locken. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen, und ich zeige Ihnen, welche Akteure wirklich liefern und wo Sie genauer hinschauen sollten.

Was vielen Neulingen nicht klar ist: Ein Balkonkraftwerk ist weit mehr als nur ein paar Solarmodule und ein Stecker. Es geht um Kompatibilität mit der heimischen Elektrik, um aktuelle gesetzliche Rahmenbedingungen und nicht zuletzt um eine effiziente Nutzung des gewonnenen Stroms. Die größte Ersparnis erzielen Sie nämlich nicht durch die reine Stromproduktion, sondern durch einen hohen Eigenverbrauch, der Sie unabhängiger vom öffentlichen Netz macht.

Die Spielregeln 2025: Was die neue Rechtslage wirklich bedeutet

Seit Mai 2024 ist der Weg zum eigenen Mini-Kraftwerk in Deutschland deutlich einfacher geworden, und das ist eine hervorragende Nachricht für alle, die zögerten. Die Einspeisegrenze von 800 Watt AC am Wechselrichterausgang ist der neue Standard, während die Modulleistung auf der DC-Seite sogar bis zu 2000 Watt betragen darf. Das klingt für Laien vielleicht technisch, bedeutet aber schlicht: Sie dürfen mehr Module anschließen, als der Wechselrichter ins Netz speisen kann, was insbesondere bei schlechteren Lichtverhältnissen oder Ost-West-Ausrichtung den Ertrag stabilisiert. Das ist ein cleverer Schachzug, um die Effizienz der Anlage über den Tagesverlauf zu maximieren.

Eine weitere große Erleichterung ist die Akzeptanz des Schuko-Steckers seit 2024 für den Anschluss. Während der Wieland-Stecker weiterhin als die technisch sauberere und sicherere Lösung gilt – und besonders bei Altbauten von einem Elektriker geprüft werden sollte –, entfällt hier die Pflicht. Dieser Schritt hat die Installation für viele Haushalte erheblich vereinfacht, da kein Elektriker mehr für den Anschluss zwingend notwendig ist. Dennoch rate ich immer zur Überprüfung der eigenen Elektroinstallation, insbesondere des FI-Schalters, bevor Sie ein Balkonkraftwerk in Betrieb nehmen; hier kann sich schnell ein unentdecktes Risiko verbergen.

Die Anmeldung beim Netzbetreiber, die früher oft zu Kopfzerbrechen führte, ist seit April 2024 komplett entfallen – eine wahre Bürokratie-Erleichterung! Die Pflicht zur Registrierung im Marktstammdatenregister (MaStR) der Bundesnetzagentur bleibt jedoch bestehen und ist entscheidend. Dafür haben Sie einen Monat Zeit nach Inbetriebnahme, sonst drohen Bußgelder von bis zu 2.000 Euro. Positiv ist, dass die Bundesnetzagentur den Prozess drastisch vereinfacht hat, von vormals rund 20 auf nur noch etwa 5 Angaben.

Gerade für Mieter gab es im Oktober 2024 eine wegweisende Änderung: Balkonkraftwerke gelten nun als "privilegierte Maßnahme". Das bedeutet, Ihr Vermieter darf die Installation nur noch aus triftigen Gründen wie statischen Problemen oder Denkmalschutz ablehnen. Das ist ein großer Sieg für die Energiewende in der Stadt und nimmt vielen Mietern die Angst vor dem "Nein" des Vermieters.

Fünf Leistungsträger im Fokus: Anbieter, die 2025 überzeugen können

Der Markt bietet eine Fülle an Systemen, doch nicht alle sind gleich gut. Ich habe für Sie die Spreu vom Weizen getrennt und stelle Ihnen fünf Modelle vor, die in Tests und Kundenbewertungen positiv hervorstechen. Dabei geht es nicht nur um den günstigsten Preis, sondern um eine ausgewogene Mischung aus Leistung, Sicherheit und Langlebigkeit. Die folgenden Angaben basieren auf aktuellen Bewertungen und den von den Anbietern genannten Kennzahlen, die wir kritisch hinterfragen wollen.

Modell Preis (ca.) Jahresertrag (Süd-DE) Jahreseinsparung* Amortisationszeit* Besonderheit / Kritik
Green Solar Universaldach 900/800 Bifazial 444 € 860 kWh 186 € 2,4 Jahre Testsieger (Stiftung Warentest), sehr stabil; Halterung nicht anwinkelbar.
Heckert Solar Zeus Smartsystem 800+ 329 € 830 kWh 179 € 1,8 Jahre Preis-Leistungs-Sieger, Top-Stabilität; Wirkungsgrad sinkt bei Hitze.
Solakon onBasic 1000W 449 € 1.116 kWh 241 € 1,9 Jahre Premiumkomponenten (JA Solar 500W bifazial), erweiterbar mit Speicher.
Yuma Flat 900+ Bifazial 395 € 832 kWh 180 € 2,2 Jahre Innovatives Flachdach-Set (ohne Bohren), transparente bifaziale Module.
Solakon onLite 900W 259 € 1.004 kWh 217 € 1,2 Jahre Budgetsieger, schnellste Amortisation; perfekt für Einsteiger.
*Berechnungsgrundlage: 0,36 €/kWh Strompreis, 60% Eigenverbrauch

Beginnen wir mit dem Green Solar Universaldach 900/800 Bifazial, welches bei der Stiftung Warentest (Juni 2025) als Testsieger hervorging. Mit einem Preis von etwa 444 Euro und einer stabilen Halterung punktet es in Sachen Sicherheit und Zuverlässigkeit. Der Jahresertrag kann in Süddeutschland bis zu 860 kWh erreichen, was bei einem Strompreis von 0,36 Euro/kWh und 60 Prozent Eigenverbrauch eine jährliche Ersparnis von rund 186 Euro bedeutet. Doch es gibt einen Haken: Die Halterung ist leider nicht anwinkelbar. Dies kann die Ausrichtung zur Sonne bei einigen Balkonen limitieren und den Ertrag schmälern, obwohl eine optimale 25-35° Neigung für maximale Ausbeute entscheidend ist. Hier muss man ehrlich abwägen, ob die Stabilität diesen Kompromiss wert ist.

Das Heckert Solar Zeus Smartsystem 800+ konnte sich mit einer Gesamtnote von 2,4 den Titel des Preis-Leistungs-Siegers sichern. Für nur etwa 329 Euro bekommen Sie ein System, das durch eine beeindruckende Stabilität (Note 1,0) und sehr gute elektrische Sicherheit überzeugt. Die jährliche Ersparnis liegt bei etwa 179 Euro, was eine Amortisationszeit von bemerkenswerten 1,8 Jahren ermöglicht. Allerdings zeigte sich eine Schwäche: Bei starker Hitze und wenig Wind zur Kühlung sinkt der Wirkungsgrad des Systems merklich. Wer also in heißen Regionen lebt oder einen besonders windgeschützten Balkon hat, könnte hier im Hochsommer weniger Leistung erzielen als erwartet – ein wichtiger Punkt, der oft in den Hochglanzbroschüren unerwähnt bleibt.

Wer auf Premium-Komponenten setzt und bereit ist, dafür etwas mehr zu investieren, sollte sich das Solakon onBasic 1000W genauer ansehen. Für rund 449 Euro erhalten Sie hier bifaziale 500W JA Solar Module mit TopCON-Technologie und einen Growatt NEO 800M-X Wechselrichter. Diese Kombination verspricht nicht nur einen herausragenden Jahresertrag von bis zu 1.116 kWh in Süddeutschland, sondern auch die Möglichkeit zur App-Überwachung und Erweiterung mit Speichern. Das ist besonders spannend, weil es die Anlage zukunftssicher macht und die Eigenverbrauchsquote von typischen 60-70% ohne Speicher auf bis zu 95% mit Speicher steigern kann. Solche Module sind ein Industriestandard, der hohe Zuverlässigkeit verspricht.

Ein innovatives Design bietet das Yuma Flat 900+ Bifazial für etwa 395 Euro. Dieses Modell wurde besonders für Flachdächer entwickelt und lässt sich dort oft ohne Bohren montieren, was die Installation enorm vereinfacht. Seine transparenten Solarmodule nutzen die Bifazialität, also die Stromerzeugung von Vorder- und Rückseite, besonders effizient und können dadurch bis zu 33 Prozent mehr Ertrag generieren, wenn Reflexionen vom Untergrund genutzt werden. Bei einem Jahresertrag von etwa 832 kWh in Süddeutschland amortisiert sich das System in ungefähr 2,2 Jahren. Hier zeigt sich, wie spezielle Bauformen nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern auch funktional überlegen sein können.

Als Budgetsieger mit der schnellsten Amortisationszeit sticht das Solakon onLite 900W hervor. Für nur etwa 259 Euro bietet es ebenfalls bifaziale 450W-Module und einen 800W-Wechselrichter. Mit einem Jahresertrag von rund 1.004 kWh in Süddeutschland und einer Amortisationszeit von beeindruckenden 1,2 Jahren ist es eine unschlagbare Option für Einsteiger oder preisbewusste Käufer. Diese schnelle Rentabilität ist ein klares Argument, aber es ist immer ratsam, auch hier die Langzeitstabilität und den Support des Anbieters im Blick zu behalten. Der niedrige Preis darf nicht über mangelnde Qualität oder schlechten Service hinwegtäuschen, auch wenn dieses Modell bisher überzeugt.

Mehr als nur Zahlen: Was Ihren Ertrag wirklich beeinflusst

Die oben genannten Jahreserträge sind wichtige Richtwerte, doch die Realität auf Ihrem Balkon kann abweichen. Der Ertrag eines Balkonkraftwerks hängt stark von Ihrem Standort in Deutschland ab. Während in Norddeutschland mit etwa 950 kWh/kWp gerechnet wird, sind es in Mitteldeutschland rund 1.050 kWh/kWp und in Süddeutschland sogar bis zu 1.150 kWh/kWp. Das bedeutet: Ein System in München erzeugt unter gleichen Bedingungen signifikant mehr Strom als dasselbe System in Hamburg. Diese regionalen Unterschiede werden oft unterschätzt, beeinflussen aber die Amortisationszeit massiv.

Die Amortisationszeit, also der Zeitpunkt, an dem sich Ihre Investition durch die eingesparten Stromkosten bezahlt gemacht hat, liegt bei den vorgestellten Modellen zwischen 1,2 und 2,4 Jahren. Diese Werte sind optimistisch berechnet und basieren auf einem Strompreis von 0,36 €/kWh und einem Eigenverbrauch von 60%. Steigt der Strompreis, wie für 2025 mit 0,35-0,40 €/kWh prognostiziert, verkürzt sich die Amortisationszeit weiter um etwa 10-15 Prozent. Das ist der eigentliche Treiber der Wirtschaftlichkeit: Ihre Anlage wird mit jeder Strompreiserhöhung wertvoller.

Ein oft übersehener Faktor für die wahre Rentabilität ist die Eigenverbrauchsquote. Wenn Sie den produzierten Strom nicht sofort nutzen, sondern ins Netz einspeisen, erhalten Sie dafür keine Vergütung oder nur einen minimalen Betrag. Ohne einen Stromspeicher liegt der Eigenverbrauch typischerweise bei 60-70%. Mit einem optionalen Speicher, dessen Kosten sich auf zusätzliche 400-800 Euro belaufen können, lässt sich diese Quote auf 80-95% steigern. Der Speicher lohnt sich also, wenn Sie tagsüber wenig zu Hause sind und den Strom erst abends nutzen können. Hier ist eine kritische Kosten-Nutzen-Rechnung unumgänglich, denn die zusätzlichen Investitionskosten müssen sich über die höhere Eigenverbrauchsquote auch wieder amortisieren.

Von Vorschriften und Vorsicht: Rechtliches und Technik, die Sie kennen müssen

Verlassen Sie sich nicht nur auf die Marketingversprechen der Anbieter, sondern verstehen Sie die grundlegenden technischen Standards, die für Ihre Sicherheit und die des Stromnetzes entscheidend sind. Die wichtigste Norm ist hier die VDE-AR-N 4105. Diese Anwendungsregel stellt sicher, dass Ihr Wechselrichter bei Störungen im Netz, beispielsweise einem Stromausfall, innerhalb von maximal 200 Millisekunden automatisch abschaltet. Das verhindert eine gefährliche Rückeinspeisung ins Netz, die Wartungsarbeiten erschweren und Elektriker gefährden könnte. Ohne einen Wechselrichter, der diese Norm erfüllt, sollten Sie kein Balkonkraftwerk in Betrieb nehmen.

Eine weitere wichtige Norm ist die VDE V 0126-1-1, die die spezifischen Sicherheitsanforderungen für Mikro-Wechselrichter festlegt. Sie schreibt vor, dass der Wechselrichter einen integrierten Netz- und Anlagenschutz (NA-Schutz) besitzen und eine galvanische Trennung zwischen der PV-Seite und der Netzseite gewährleisten muss. Es ist beruhigend zu wissen, dass für Balkonkraftwerke kein externer NA-Schutz erforderlich ist, da dieser moderne Wechselrichter bereits fest integriert haben.

Die Konformität Ihrer Hausstromanlage mit der DIN VDE 0100-551-1 ist ebenso wichtig. Diese Norm stellt sicher, dass Ihre bestehende Elektroinstallation für den Anschluss einer Erzeugungsanlage geeignet ist. Besonders in Altbauten ist eine Überprüfung des Sicherungskastens und das Vorhandensein moderner Schutzschalter (FI- und Leitungsschutzschalter) essenziell. Viele alte Hausinstallationen sind schlichtweg nicht dafür ausgelegt, Strom ins Hausnetz einzuspeisen, selbst wenn es nur 800 Watt sind. Ein moderner Zähler, der rücklaufgesperrt ist oder saldierend arbeitet, ist ebenfalls eine unbedingte Voraussetzung. Die Netzbetreiber sind verpflichtet, alte Ferraris-Zähler kostenlos auszutauschen, aber die Initiative dafür müssen Sie ergreifen.

Die Praxis zählt: Montage, Qualität und versteckte Kosten

Der Kauf eines Balkonkraftwerks ist nur der erste Schritt. Die Montage und die Qualität der Komponenten sind entscheidend für einen sicheren und langlebigen Betrieb. Jeder gute Anbieter liefert eine detaillierte Anleitung, doch es gibt Fallstricke, die man kennen sollte. Die Wahl der Halterung ist beispielsweise von Ihrem Montageort abhängig: Ob Balkon, Flachdach oder Garten, die Befestigung muss sturmfest und sicher sein. Vier Befestigungspunkte pro Modul sind hier eine gute Faustregel, und Gummiunterlagen können Vibrationen puffern und die Lärmübertragung reduzieren.

Der Wechselrichter sollte idealerweise auf der Rückseite der Module oder an der Halterung so montiert werden, dass er optimal belüftet ist und vor direkter Sonneneinstrahlung und Regen geschützt wird. Überhitzung kann den Wirkungsgrad mindern und die Lebensdauer verkürzen. Auch die Verkabelung mit den MC4-Steckverbindungen ist meist intuitiv, doch Vorsicht ist geboten: Decken Sie die Solarmodule vor allen Arbeiten mit Pappe oder einer Wolldecke ab, um eine unbeabsichtigte Stromproduktion zu verhindern – Sicherheit geht vor!

Achten Sie beim Kauf auf zertifizierte Wechselrichter (VDE-AR-N 4105) und Module mit einem hohen Wirkungsgrad. Bifaziale Module, die bis zu 33% mehr Ertrag generieren können, sind oft eine lohnende Investition. Der Wirkungsgrad des Wechselrichters sollte mindestens 96-97% betragen, um die Ausbeute zu maximieren. Auch die Materialqualität ist entscheidend: Alle Komponenten sollten wetterfest sein (mindestens IP65), um Wind und Wetter über Jahrzehnte standzuhalten. Wer hier spart, kauft oft zweimal.

Regionale Förderprogramme können das Gesamtbild zusätzlich aufhellen. In Städten wie Berlin oder München gibt es oft Zuschüsse von 100 bis 300 Euro, die die Amortisationszeit noch einmal verkürzen. Diese sind jedoch oft zeitlich begrenzt und an bestimmte Bedingungen geknüpft, weshalb eine frühzeitige Recherche bei Ihrer Kommune ratsam ist. Sie sind ein nettes Bonbon, sollten aber nicht der ausschlaggebende Grund für Ihre Kaufentscheidung sein.

Am Ende des Tages: Ihr Gewinn durch ein Balkonkraftwerk

Die Entscheidung für ein Balkonkraftwerk ist eine Investition, die sich in den meisten Fällen rechnet. Mit Anschaffungskosten von 400-700 Euro für ein 800W-System und einer Amortisationszeit von durchschnittlich 4-6 Jahren (ohne Berücksichtigung der extrem schnellen Amortisation der Top-Modelle) ist es eine der rentabelsten Möglichkeiten, privat in erneuerbare Energien zu investieren. Die hier vorgestellten Spitzenmodelle zeigen sogar, dass die Amortisation oft schon nach unter zwei Jahren erreicht ist.

Nachdem sich Ihre Anlage amortisiert hat, erwirtschaftet sie über ihre typische Lebenserwartung von 25-30 Jahren weitere Einsparungen, die sich je nach Strompreis und Eigenverbrauchsquote auf 4.000 bis 7.000 Euro netto summieren können. Hinzu kommt die jährliche CO2-Ersparnis von etwa 400 kg bei einem 800W-System – ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz, der sich nicht direkt in Euro messen lässt, aber unbestreitbar wertvoll ist.

Der Markt für Balkonkraftwerke ist reifer geworden. Die gesetzlichen Hürden sind niedriger, die Technik ausgereifter und die Anbieter vielfältiger. Es lohnt sich, genau hinzuschauen, die eigenen Bedürfnisse zu analysieren und nicht blind dem günstigsten Angebot zu vertrauen. Ein gut gewähltes, qualitativ hochwertiges Balkonkraftwerk ist eine Investition in Ihre finanzielle Unabhängigkeit und in eine nachhaltigere Zukunft – eine Entscheidung, die Sie selten bereuen werden.

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Häufig gestellte Fragen

Welches Balkonkraftwerk empfiehlt die Stiftung Warentest?

Die Stiftung Warentest kürt das Balkonkraftwerk "Universaldach 900/800 bifazial" von Green Solar mit der Gesamtnote 2,2 (gut) zum Testsieger 2025 wegen stabiler Halterung, exzellenter elektrischer Sicherheit und einfacher Montage; den Preis-Leistungs-Sieger stellt das Heckert Solar Zeus Smartsystem 800+ dar.

Ist Enpal wirklich so gut?

Enpal wird auf Trustpilot mit durchschnittlich 4,0 von 5 Sternen (22.157 Bewertungen, Stand Oktober 2025) bewertet; Kunden loben kompetente Beratung, freundlichen Service und schnelle Abwicklung, wobei Kritik teilweise auf Verzögerungen abzielt.

Welche 10 Balkonkraftwerke sind die besten?

Top-Anbieter sind Anker SOLIX Solarbank 3 Pro (Testsieger), EcoFlow STREAM Ultra, Zendure SolarFlow Hyper 2000, Growatt Noah 2000, Marstek Jupiter C Plus, Green Solar Universaldach (Stiftung Warentest), Heckert Solar Zeus, Yuma Flat 800, Kleines Kraftwerk und Solakon onPower.

Warum sich ein Balkonkraftwerk nicht lohnt?

Ein Balkonkraftwerk lohnt sich nicht bei hohem Schattenwurf, ungünstiger Ausrichtung (z.B. Norden), sehr niedrigen Strompreisen unter 25 ct/kWh, sehr kleinen Balkonen oder wenn das Gebäude denkmalgeschützt ist; auch deckt es maximal 15-25% des Jahresstrombedarfs.

Ist ein Balkonkraftwerk mit 2000 Watt sinnvoll?

Ein 2000-Watt-Balkonkraftwerk (Modulleistung mit 800W Wechselrichter) ist sinnvoll, um etwa 1.700-2.040 kWh jährlich zu erzeugen, bietet bessere Erträge bei schlechtem Wetter und Teilverschattung; die Amortisation erfolgt in 3-5 Jahren.

Ist es erlaubt, ein Balkonkraftwerk mit 1200 Watt ab 2025 zu betreiben?

Nein, die Ausgangsleistung des Wechselrichters darf ab 2025 maximal 800 Watt betragen; allerdings dürfen die Solarmodule zusammen bis zu 2000 Watt Peak leisten, um bei schlechteren Bedingungen die 800W-Grenze häufiger zu erreichen.

Balkonkraftwerk Anbieter Vergleich

Führende Anbieter 2025: tepto (92/100 Punkte Testsieger), Solago (91 Punkte), Yuma (90 Punkte), Priwatt, Solakon und Kleines Kraftwerk bieten hochwertige Sets mit guter Beratung; Kosten liegen zwischen 300-800€ ohne Speicher.

Was ist ein triftiger Grund gegen Balkonkraftwerk?

Triftige Ablehnungsgründe sind Denkmalschutz, mangelnde Tragfähigkeit des Balkons, erhebliche Sicherheitsbedenken, unverhältnismäßige Beeinträchtigung anderer Mieter oder bauliche Risiken; pauschale Ablehnungen ohne Begründung sind seit Oktober 2024 nicht mehr zulässig.

Ist ein Balkonkraftwerk wirklich sinnvoll?

Ja, ein Balkonkraftwerk ist sinnvoll bei guter Südausrichtung, amortisiert sich in 3-7 Jahren und erzeugt 20-30 Jahresgewinn; es reduziert CO₂-Emissionen um etwa 300 kg/Jahr, funktioniert auch als Mieter und erfordert minimal Wartung.

Was sind die Nachteile eines Balkonkraftwerks?

Nachteile: Begrenzte Leistung (max. 800W Einspeiseleistung), hoher Ertragsverlust durch Verschattung, keine Notstromversorgung bei Stromausfall, 30% unvergütete Netzeinspeisung, im Winter drastisch geringere Leistung, hohe Speicher-Zusatzkosten (500-2000€) und Wartungsbedarf.

Wie erfolgt die MaStR-Anmeldung eines Balkonkraftwerks?

Die Anmeldung erfolgt online im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme; dafür benötigt man Zählernummer, technische Daten und Betreiberinformationen, eine separate Netzbetreiber-Anmeldung ist seit 2024 nicht mehr erforderlich.

Welche Förderungen gibt es für Balkonkraftwerke 2025?

Ab 2025 entfällt die 19% Mehrwertsteuer für alle Balkonkraftwerke; zusätzlich bieten viele Städte Zuschüsse von 100-500€ (z.B. Berlin bis 500€, München bis 320€); Regional unterschiedliche Förderung senkt Amortisationszeit auf 2-3 Jahre.

Was kostet ein Balkonkraftwerk 2025?

Ein Komplettset ohne Speicher kostet 300-800€ (Durchschnitt 509€ für 800W), mit Speicher 1.000-2.300€; die 19% Mehrwertsteuer entfällt; mit regionalen Förderungen reduziert sich der Preis um 100-500€.

Wie hoch ist die durchschnittliche Amortisationszeit?

Ohne Speicher amortisiert sich ein 800W-Balkonkraftwerk in 3-5 Jahren durchschnittlich; mit Förderung und optimaler Ausrichtung kann es schon nach 2 Jahren sein; über 20-25 Jahre Lebensdauer ergibt sich ein Nettogewinn von 2.000-4.000€.

Wo kann ein Balkonkraftwerk montiert werden?

Mögliche Montageorte sind Balkone, Terrassen, Flachdächer (optimal mit 20-35° Neigung), Garagendächer, Wände, Zäune und Gärten; das Flachdach ist der effizienteste Ort; Südausrichtung maximiert den Ertrag um bis zu 30% mit bifazialen Modulen.

Welche rechtlichen Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Erforderlich sind: max. 800W Wechselrichterleistung, bis 2000W Modulleistung, Schuko-Stecker oder Wieland-Stecker zulässig, MaStR-Anmeldung innerhalb eines Monats, evtl. moderner Zähler, Zustimmung des Vermieters/der WEG (Mieter haben seit Oktober 2024 Anspruch auf Erlaubnis).

Wie viel Strom erzeugt ein durchschnittliches Balkonkraftwerk jährlich?

Ein 800W-Balkonkraftwerk erzeugt je nach Region 660-950 kWh/Jahr: Norddeutschland ~740 kWh, Mitteldeutschland ~840 kWh, Süddeutschland ~950 kWh; bei Südausrichtung ohne Verschattung können es bis zu 1.200 kWh sein.

Müssen Balkonkraftwerke von einem Fachmann installiert werden?

Nein, Balkonkraftwerke sind Stecker-Solaranlagen und können von Laien selbst installiert werden (Plug&Play); eine Elektrofachkraft ist nicht erforderlich, jedoch sollten Sicherheitsregeln beachtet werden und ggf. eine Wieland-Steckdose professionell installiert werden.

Darf der Vermieter ein Balkonkraftwerk verbieten?

Seit Oktober 2024 darf der Vermieter ein Balkonkraftwerk nicht ohne triftigen Grund verbieten; Mieter haben einen Anspruch auf Zustimmung (§544 BGB); triftige Gründe sind nur Denkmalschutz, Sicherheitsrisiken oder erhebliche Beeinträchtigung anderer.