Balkonkraftwerk 1000W mit Speicher: Ihr Ratgeber für 2025

Die Vorstellung, den eigenen Strom direkt vom Balkon oder Garten zu ernten und auch dann zu nutzen, wenn die Sonne längst untergegangen ist, klingt verlockend. Balkonkraftwerke mit Speicher machen genau das möglich. Doch was steckt hinter den oft beworbenen "1000W-Systemen" und welche Fallen lauern im Detail? Als Tech-Journalist blicke ich für Sie hinter die Hochglanzprospekte und zeige Ihnen, worauf es 2025 wirklich ankommt.

Markus Weber

Markus Weber

Energieberater & TÜV-zertifizierter PV-Fachberater

Markus Weber ist seit 2012 als Energieberater und Solartechniker tätig. In den letzten 5 Jahren installierte er über 50 Solaranlagen in Süddeutschland und Österreich.

TÜV-zertifiziert 5+ Jahre Erfahrung 50+ Installationen

Die Energiewende findet nicht nur auf riesigen Freiflächen und Dächern statt, sondern immer häufiger auch auf Balkonen, Terrassen und kleinen Gartenhütten. Besonders attraktiv werden die kleinen Photovoltaik-Anlagen, wenn sie den erzeugten Strom nicht sofort ins Netz schicken müssen, sondern ihn speichern können. Ein Balkonkraftwerk mit Speicher verspricht genau diese Unabhängigkeit – ein Thema, das gerade im Jahr 2025 angesichts steigender Strompreise und vereinfachter Regeln mehr denn je im Fokus steht.

Oftmals fällt bei der Recherche der Begriff "Balkonkraftwerk 1000W". Hier ist jedoch Vorsicht geboten: Während die Summe der Modulleistung tatsächlich bis zu 2000 Watt (DC) betragen darf, ist die maximale Wechselrichterleistung, die Sie ins öffentliche Netz einspeisen dürfen, in Deutschland seit Mai 2024 auf 800 Watt (AC) begrenzt. Diese Diskrepanz zwischen Modul- und Einspeiseleistung ist kein Fehler, sondern ein cleverer Weg, auch bei schlechteren Lichtverhältnissen oder nicht optimaler Ausrichtung die maximal erlaubten 800 Watt zu erreichen. Der Speicher hilft dabei, die tagsüber überschüssige Energie zu sammeln und erst dann abzugeben, wenn Sie sie wirklich brauchen.

Warum der Speicher das Balkonkraftwerk neu definiert

Wer in den letzten Jahren ein Balkonkraftwerk ohne Speicher betrieben hat, kennt das Dilemma: Der erzeugte Strom muss genau in dem Moment verbraucht werden, in dem er produziert wird. Steht die Sonne mittags hoch am Himmel, während die Bewohner im Büro sind, fließt der grüne Strom oft ungenutzt ins Netz – für eine geringe oder gar keine Vergütung. Der Eigenverbrauch bleibt dann oft bei mageren 30 bis 60 Prozent hängen.

Ein integrierter Batteriespeicher ändert diese Dynamik grundlegend. Tagsüber produziert das Balkonkraftwerk Strom, der nicht sofort verbraucht wird, wandert direkt in die Batterie. Abends, wenn die Familie heimkommt und Fernseher, Herd oder Waschmaschine laufen, wird der gespeicherte Strom genutzt. Dadurch lässt sich die Eigenverbrauchsquote dramatisch auf 80 bis 95 Prozent steigern, was die Wirtschaftlichkeit der Anlage erheblich verbessert. Plötzlich wird aus einer kleinen Spielerei ein ernstzunehmender Baustein für die eigene Energiewende, der sich spürbar auf der Stromrechnung bemerkbar macht.

Marktüberblick 2025: Anker, Zendure und die feinen Unterschiede

Der Markt für Balkonkraftwerke mit Speicher wächst rasant. Zwei Namen dominieren derzeit das Premium-Segment mit cleveren Lösungen: Anker und Zendure. Beide bieten Systeme an, die über das einfache Speichern hinausgehen und versuchen, durch smarte Features einen Mehrwert zu schaffen. Doch welche davon sind wirklich nützlich und wo verbirgt sich vielleicht nur Marketing-Sprech?

Die Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro beispielsweise bewirbt ein KI-gestütztes Energiemanagement mit Wettervorhersage und dynamischen Stromtarifen. Das klingt futuristisch und ist es in Ansätzen auch: Das System lernt Ihr Verbrauchsverhalten und optimiert die Ladung und Entladung der Batterie, um den Bezug teuren Netzstroms zu minimieren. Die Thermal Boosting Technologie für bessere Effizienz bei niedrigen Temperaturen ist eine sinnvolle Ergänzung, die besonders im deutschen Winter spürbare Vorteile bringen kann. Mit einer Basiskapazität von 2,688 kWh, erweiterbar auf über 16 kWh, und bis zu 3600 Watt PV-Eingangsleistung ist das ein echtes Kraftpaket.

Die Zendure SolarFlow Hyper 2000 (oft in Kombination mit der AB2000 Batterie) punktet mit bidirektionalem Laden und Kompatibilität mit Shelly-Produkten. Das bedeutet, das System kann nicht nur Strom speichern und abgeben, sondern – falls künftig regulatorisch zugelassen und Ihr Stromtarif es hergibt – möglicherweise auch aktiv am Strommarkt teilnehmen, indem es Strom einkauft, wenn er günstig ist, und wieder verkauft, wenn er teurer wird. Eine spannende Vision, die aber noch auf breitere Umsetzung warten muss. Die Selbsterwärmung der LiFePO-Batterie ist ebenfalls ein wichtiges Feature, um die Effizienz auch bei kühlen Temperaturen zu gewährleisten.

Betrachtet man die Preise im Herbst 2025, liegen die Anker Solarbank 3 Pro bei etwa 940 bis 1320 Euro für das Basissystem, während das Vorgängermodell Solarbank 2 E1600 Pro bei rund 500 bis 720 Euro für den Speicher allein startet. Zendure-Komplettsets mit AB2000 Batterie beginnen ab 990 Euro. Hier lohnt es sich, Aktionen und Händlerpreise genau zu vergleichen, da die Schwankungen beträchtlich sein können. Nicht jedes "Pro"-Feature ist für jeden Haushalt unverzichtbar; oft reicht eine solide Basislösung mit Erweiterungsmöglichkeit völlig aus.

Ein detaillierter Vergleich hilft, die Unterschiede klar zu erkennen:

Merkmal Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro Anker SOLIX Solarbank 2 E1600 Pro Zendure SolarFlow Hyper 2000 (mit AB2000)
Basiskapazität 2,688 kWh 1,6 kWh 1,92 kWh
Erweiterbarkeit bis 16,128 kWh bis 9,6 kWh bis 7,680 kWh
PV-Eingangsleistung bis 3600 W (4 MPPT) bis 2000 W (4 MPPT) 800 W (PV-Hub), bis 1200 W (mit Bat.)
AC-Ausgangsleistung 800 W (Netz), 1200 W (Notstrom) 800 W (Nenn), 1000 W (max.) 800 W (Basis PV-Hub), bis 1200 W (Bat.)
Batterietyp LiFePO LiFePO LiFePO (mit Selbsterwärmung)
Ladezyklen 6000 6000 >6000
Besonderheiten KI-Energiemanagement, Thermal Boosting, Kompatibel mit Solarbank 2 Akkus Bewährtes System Bidirektionales Laden, Shelly-Kompatibilität
Preis (Oktober 2025, ca.) 940 - 1320 € 495 - 720 € (Speicher solo) 990 - 1350 € (Komplettset)

Rechnet sich das? Zahlen, Daten, Fakten zur Amortisation

Die größte Frage, die sich jeder stellt: Wann hat sich die Investition amortisiert? Die Antwort ist nicht pauschal, denn sie hängt von Ihrem Standort, der Ausrichtung der Module, potenzieller Verschattung und vor allem vom Strompreis ab. Ein 1000W-Modulset, das an einem 800W-Wechselrichter betrieben wird, liefert in Deutschland einen jährlichen Ertrag von realistischen 850 bis 1000 kWh bei 1000 bis 1200 Sonnenstunden. Diese Erträge sind als Bruttowerte zu verstehen, bevor der Eigenverbrauch ins Spiel kommt.

Betrachtet man die verschiedenen Szenarien, wird schnell klar, dass ein Speicher die Amortisationszeit deutlich verkürzen kann. Während ein Balkonkraftwerk ohne Speicher bei einem durchschnittlichen Strompreis von 0,30 €/kWh und einer Eigenverbrauchsquote von 50% eine Amortisation von 3-5 Jahren erreicht, sieht es mit Speicher schon viel besser aus. Die Steigerung des Eigenverbrauchs auf 80-95% macht den Unterschied.

Lassen Sie uns das anhand konkreter Berechnungen im Jahr 2025 durchspielen. Wir gehen von einem Strompreis von 0,35 €/kWh aus, da der Trend eher nach oben zeigt.

Szenario Systemkosten (ca.) Jahresertrag (kWh) Eigenverbrauch (kWh) Jährliche Ersparnis (bei 0,35 €/kWh) Amortisationszeit (ca.)
800W ohne Speicher 400 - 700 € 720 360 (50%) 126 € 3 - 5 Jahre
800W mit 1,6 kWh Speicher (Anker Solarbank 2) 950 - 1250 € 720 650 (90%) 227,50 € 4 - 5 Jahre
800W mit 2,7 kWh Speicher (Anker Solarbank 3 Pro) 1300 - 1500 € 720 680 (95%) 238 € 5 - 6 Jahre

Man sieht: Ein größerer Speicher kostet zwar mehr, schöpft aber das Potenzial des Eigenverbrauchs maximal aus. Bei einem Strompreis von 0,40 €/kWh, wie er in einigen Regionen schon Realität ist oder bald sein könnte, verkürzt sich die Amortisation im zweiten Szenario sogar auf 3,3 Jahre und im dritten auf etwa 4 Jahre. Die Langzeit-Ersparnis über 20 Jahre kann bei größeren Systemen mit Speicher 4.000 bis 9.000 Euro betragen – eine Investition, die sich also langfristig definitiv auszahlt und eine beachtliche CO2-Ersparnis von etwa 400 kg pro Jahr und Anlage mit sich bringt.

Rechtssichere Stromernte: Was Sie 2025 wissen müssen

Die gute Nachricht vorab: Die bürokratischen Hürden für Balkonkraftwerke sind in Deutschland deutlich gesunken. Seit dem Solarpaket I im Mai 2024 müssen Sie Ihre Anlage nicht mehr zusätzlich beim Netzbetreiber anmelden. Die zentrale Anlaufstelle ist das Marktstammdatenregister (MaStR) der Bundesnetzagentur. Diese Vereinfachung ist ein echter Gewinn für alle Nutzer.

Sobald Ihr Balkonkraftwerk Strom erzeugt, haben Sie einen Monat Zeit, es im MaStR zu registrieren. Dieser Schritt ist Pflicht und die gute Nachricht ist, dass die erforderlichen Angaben seit April 2024 von zwanzig auf lediglich fünf reduziert wurden. Es geht um grundlegende Informationen zum Anlagenbetreiber, Standort, Inbetriebnahmedatum, Modulleistung und Wechselrichterleistung. Ohne diese Anmeldung drohen nicht nur Bußgelder von bis zu 2.000 Euro, sondern auch der Verlust potenzieller Einspeisevergütungen und, was noch wichtiger ist, Ihr Versicherungsschutz könnte im Schadensfall gefährdet sein.

Für Mieter gibt es seit Oktober 2024 ebenfalls eine erfreuliche Entwicklung: Balkonkraftwerke gelten nun als "privilegierte Maßnahme". Das bedeutet, Ihr Vermieter darf die Installation nur noch aus sehr triftigen Gründen ablehnen, beispielsweise wenn die Statik des Gebäudes gefährdet wäre oder Denkmalschutzauflagen entgegenstehen. Ein einfacher "Ich will das nicht" reicht nicht mehr aus. Diese Stärkung der Mieterrechte ist ein wichtiger Schritt in Richtung dezentraler Energiewende.

Eine weitere Erleichterung betrifft den Anschluss: Seit 2024 ist der Anschluss über einen handelsüblichen Schuko-Stecker grundsätzlich erlaubt. Zuvor war oft der spezielle Wieland-Stecker gefordert. Die alte Diskussion, ob Laien einen Schuko-Stecker nutzen dürfen, dürfte sich damit erledigen. Wichtig ist aber, dass Ihre Hauselektrik (insbesondere der FI-Schalter) intakt und für die zusätzliche Einspeisung geeignet ist. Bei älteren Ferraris-Zählern müssen Sie nichts tun; der Netzbetreiber ist verpflichtet, diese kostenlos durch einen bidirektionalen Smart Meter zu ersetzen.

Sicher ist sicher: VDE-Normen und die Praxis der Installation

Die Sicherheit Ihrer Anlage und des Stromnetzes hat oberste Priorität. Hier kommen die VDE-Normen ins Spiel, die technische Standards festlegen. Die wichtigste ist die VDE-AR-N 4105. Diese Norm schreibt vor, dass jeder Wechselrichter einen integrierten NA-Schutz (Netz- und Anlagenschutz) besitzen muss. Das bedeutet, Ihr Balkonkraftwerk trennt sich bei einem Stromausfall oder einer Netzstörung automatisch vom Netz – eine entscheidende Schutzfunktion, die verhindert, dass Monteure bei Wartungsarbeiten an vermeintlich abgeschalteten Leitungen unter Strom stehen.

Des Weiteren regelt die VDE-AR-N 4105 die maximal erlaubte Einspeiseleistung von 800 Watt AC und die Modulleistung von bis zu 2000 Watt DC. Achten Sie beim Kauf darauf, dass der Wechselrichter ein Zertifikat nach VDE-AR-N 4105 besitzt. Das ist ein Muss. Auch wenn 800-Watt-Systeme von Laien installiert werden dürfen, rate ich immer dazu, zumindest die eigene Hausinstallation vorab von einer Elektrofachkraft prüfen zu lassen, besonders wenn Sie sich unsicher sind oder ein älteres Gebäude bewohnen.

Die DIN VDE 0100-551 kümmert sich um die Anforderungen an den Anschluss von Stromerzeugungseinrichtungen in Niederspannungsanlagen. Hier geht es um die korrekte Dimensionierung der Kabel – oft wird mindestens ein 6 mm² Querschnitt für 800W-Anlagen empfohlen – und die vorhandenen Schutzeinrichtungen. Ein Fehlerstromschutzschalter (FI-Schalter Typ A oder A/F) ist obligatorisch. Ganz wichtig: Betreiben Sie niemals mehrere Balkonkraftwerke oder gar andere Verbraucher über eine Mehrfach-Steckdosenleiste an einem Stromkreis. Das ist brandgefährlich und absolut tabu.

Für die physische Befestigung der Module empfehle ich mindestens vier Befestigungspunkte pro Modul, um eine sichere Montage zu gewährleisten, die auch Sturm und Wetter standhält. Ein Neigungswinkel von 25 bis 35 Grad zur Sonne hin ist in Deutschland optimal für den Jahresertrag. Eine Südausrichtung liefert zwar den höchsten Gesamtenergieertrag, doch auch Ost-West-Ausrichtungen mit jeweils zwei Modulen können sehr effizient sein, da sie die Energie über einen längeren Zeitraum des Tages verteilen und so besser zum typischen Verbrauchsverhalten passen.

Mein Fazit für Ihre Energiewende am Balkon

Die Investition in ein Balkonkraftwerk mit Speicher ist im Jahr 2025 cleverer denn je. Die Kombination aus vereinfachten rechtlichen Rahmenbedingungen, ausgereifterer Technik und vor allem der Möglichkeit, den selbst erzeugten Strom maximal selbst zu verbrauchen, macht diese Anlagen zu einem echten Gewinn für Haushalte. Die Zeiten, in denen der grüne Strom ungenutzt ins Netz floss, gehören der Vergangenheit an. Mit einer Eigenverbrauchsquote von bis zu 95 Prozent schlägt sich die Investition spürbar in Ihrem Geldbeutel nieder.

Seien Sie kritisch bei Marketing-Versprechen und konzentrieren Sie sich auf die relevanten technischen Daten. Ein "1000W-Balkonkraftwerk" bedeutet oft, dass die Modulleistung dieses Niveau erreicht, die Einspeisung ins Netz aber weiterhin auf 800W AC begrenzt ist. Das ist aber kein Nachteil, sondern sorgt für eine stabilere Produktion. Anker Solix und Zendure SolarFlow bieten derzeit die besten Systeme mit Speichermöglichkeiten, doch vergleichen Sie Preise und Features genau. Oft ist ein solides System ohne die teuersten "KI-Boosts" völlig ausreichend und amortisiert sich schneller.

Vergessen Sie nicht die Anmeldung im MaStR – eine kleine Formalie mit großer Wirkung. Und zu guter Letzt: Auch wenn vieles in Eigenleistung machbar ist, ein kurzer Check der Hauselektrik durch eine Fachkraft schafft Sicherheit und vermeidet böse Überraschungen. Das Balkonkraftwerk mit Speicher ist kein bloßer Trend mehr; es ist ein Fundament für eine nachhaltigere und wirtschaftlichere Energieversorgung in Ihrem Zuhause.

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Häufig gestellte Fragen

Wie groß sollte ein Batteriespeicher für ein Balkonkraftwerk sein?

Für ein 800-Watt-Balkonkraftwerk sind Speicher mit 1–2 kWh optimal; 0,5–1 kWh reicht bei geringem Verbrauch, 2–5 kWh bei Mehrpersonenhaushalten. Die Speichergröße sollte zur Grundlast des Haushalts passen: unter 200 Wh/h benötigt man 0,5–1 kWh, 200–500 Wh/h braucht 1–2 kWh, über 500 Wh/h sollten es 2–5 kWh sein.

Welches Balkonkraftwerk ist das beste mit Speicher?

Die Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro ist 2025 der Testsieger mit 2,688 kWh Kapazität, gefolgt von Solakon ONE (2,11 kWh, höchster Wirkungsgrad), Zendure SolarFlow 800 Pro (bidirektionales Laden) und Growatt Noah 2000 (Preis-Leistungssieger). Alle bieten 10 Jahre Garantie und LiFePO4-Technologie.

Wie viel bringt ein 1000 Watt Balkonkraftwerk?

Ein 800-Watt-Balkonkraftwerk (maximale Einspeiseleistung) erzeugt 600–1.000 kWh pro Jahr je nach Standort und Ausrichtung, was einer jährlichen Ersparnis von 216–320 Euro bei 30 ct/kWh entspricht und 10–20 % des Haushaltsstroms deckt. Ein 1.000-Watt-Wechselrichter ist in Deutschland nicht erlaubt; erlaubt sind Module bis 2.000 Wp mit max. 800 Watt Einspeiseleistung.

Lohnt sich ein Batteriespeicher für ein Balkonkraftwerk?

Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch von 54 % auf 89 % und die Autarkie von 17 % auf 28 %, verlängert aber die Amortisation von 3–4 auf 4–5 Jahre. Er lohnt sich für Berufstätige mit wenig Tagesverbrauch; für Homeoffice-Worker ohne Speicher schneller profitabel (ab 1,5–2 Jahren).

Ist ein Balkonkraftwerk mit 1200 Watt ab 2025 erlaubt?

Nein, ab 2025 bleiben Balkonkraftwerke auf max. 800 Watt Wechselrichterleistung begrenzt. Die Module dürfen bis 2.000 Wp leisten, aber nur 800 Watt darf ins Hausnetz eingespeist werden – dies wird durch den Wechselrichter geregelt.

Ist ein Balkonkraftwerk mit 2000 Watt und Speicher sinnvoll?

Eine 2.000-Wp-Modulleistung mit 800-Watt-Wechselrichter ist sinnvoll bei suboptimaler Ausrichtung oder schlechtem Wetter, um konstant 800 Watt zu erreichen. Mit Speicher optimiert es den Eigenverbrauch, die Amortisation dauert aber 4–5 Jahre. Für größere Haushalte mit hohem Eigenverbrauch lohnt sich diese Kombination.

Ist ein Balkonkraftwerk mit 2000 Watt ab 2024 erlaubt?

Ja, seit Mai 2024 (Solarpaket 1) sind Balkonkraftwerke mit bis zu 2.000 Wp Modulleistung erlaubt, solange der Wechselrichter max. 800 Watt Einspeiseleistung nicht überschreitet. Diese Regelung gilt weiterhin 2025 und ermöglicht bessere Leistung bei ungünstigen Bedingungen.

Warum lohnt sich ein Balkonkraftwerk nicht?

Balkonkraftwerke lohnen sich nicht bei: starker Verschattung oder Nordausrichtung, Anschaffungskosten (ohne Speicher ca. 500–1.200 €), wenn tagsüber niemand zuhause ist (niedriger Eigenverbrauch), großem Platzbedarf und langen Amortisationszeiten von 3–7 Jahren ohne Speicher oder 5–11 Jahre mit Speicher.

Ist ein Balkonkraftwerk mit 1000 Watt oder 2000 Watt besser?

Kein Balkonkraftwerk darf 1.000 Watt Wechselrichterleistung haben – erlaubt sind max. 800 Watt. Eine 2.000-Wp-Modulanlage (nicht 2.000-Watt-Wechselrichter) mit 800-Watt-Inverter ist sinnvoll bei ungünstigen Bedingungen; unter normalen Bedingungen reichen oft 800–1.200 Wp Module mit 800-Watt-Wechselrichter völlig aus.

Balkonkraftwerk 1000w mit Speicher Vergleich: Welche Modelle gibt es?

Es gibt kein legales 1.000-Watt-Balkonkraftwerk in Deutschland. Verfügbar sind 800-Watt-Systeme mit Speicher: Anker SOLIX Solarbank 3 (ab 1.099 €), Solakon ONE (ab 729 €), EcoFlow STREAM Ultra (ab 799 €), Growatt Noah 2000 (ab 420 €) und Avocado 22 Pro (ab 799 €). Alle kombinieren 800-Watt-Wechselrichter mit 1,5–2,7 kWh Speicher.

Wie melde ich mein Balkonkraftwerk an?

Seit 2025 ist die Anmeldung nur noch im Marktstammdatenregister (MaStR) der Bundesnetzagentur erforderlich – keine separate Netzbetreiber-Anmeldung nötig. Die Registrierung muss innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme erfolgen; nur 5 Angaben sind nötig (Ort, Leistung, Inbetriebnahmedatum). Nichtanmeldung kann mit Bußgeldern bis 1.000 € geahndet werden.

Welche rechtlichen Voraussetzungen gelten für Balkonkraftwerke 2025?

Max. 2.000 Wp Modulleistung, 800 Watt Wechselrichterleistung pro Haushalt. Mieter benötigen Vermietergenehmigung, Eigentümer in Gemeinschaften müssen die Versammlung informieren. Anmeldung im MaStR ist Pflicht (§ MaStRV). Eine zusätzliche Anmeldung beim Netzbetreiber ist seit 2024 nicht mehr erforderlich.

Wo kann ich ein Balkonkraftwerk montieren?

Optimal auf Südbalkonen (30–35° Neigung). Auch möglich: Terrasse, Flachdach, Westbalkon (Ertrag ca. 10–20 % weniger). Wichtig: sonniger Platz ohne Verschattung durch Bäume oder Gebäude, sichere Befestigung mit Halterungen (z.B. für Gitterbalkone). Flüchtlingsunterkünfte und gewerbliche Nutzung ausgeschlossen.

Welche Kosten erwarten mich bei einem Balkonkraftwerk mit Speicher?

Ohne Speicher: 500–1.200 €. Mit Speicher (1–2 kWh): 1.300–2.500 €. Speicher allein: 400–2.300 € je nach Kapazität. Dank 0 % Mehrwertsteuer (seit 2023) sparen Sie ca. 19 %. Förderungen von Kommunen/Bundesländern können bis 500 € beitragen; Ladezykluskosten ca. 8–10 ct/kWh.

Gibt es staatliche Förderungen für Balkonkraftwerke?

Ja, viele Bundesländer und Städte fördern: Mecklenburg-Vorpommern (500 € für Mieter), Sachsen (300 €), Berlin (bis 500 € für einkommensschwache Haushalte), München (40 ct/Watt = max. 320 €), Köln (bis 200 €), Hamburg (bis 90 % für Bedürftige ab Oktober 2025). Zusätzlich: 0 % Mehrwertsteuer. Anträge müssen oft vor dem Kauf eingereicht werden.

Wann amortisiert sich ein Balkonkraftwerk?

Ohne Speicher: 3–4 Jahre (optimal bei hohem Eigenverbrauch). Mit Speicher: 4–5 Jahre. Bei günstigen Bedingungen (Südausrichtung, Homeoffice, Förderung) bereits nach 1–2 Jahren. Nach Amortisation spart es weitere 15–20 Jahre etwa 200–300 €/Jahr bei 30 ct/kWh Strompreis.

Ist mein Mietbalkon für ein Balkonkraftwerk geeignet?

Ja, für Mieter ist ein Balkonkraftwerk oft die einzige Möglichkeit, Solarstrom zu produzieren. Voraussetzung: schriftliche Genehmigung des Vermieters. Viele Vermieter stimmen zu, da die Montage einfach und rückstandslos ist. Einige Bundesländer fördern Balkonkraftwerke speziell für Mieter mit bis zu 500 €.