Die Kurzantwort: «Photovoltaik Dach vermieten» lohnt sich nur, wenn die Pacht zu Ihrer Alternative passt — meist Eigenbau. eba (photovoltaikforum 121286): «Wenn du selbst baust, dann kannst du den potentiellen Gewinn des Mieters selbst realisieren.» Benchmarks aus Foren: ~20 €/kWp/Jahr (stätzlinger, 8 kWp → 160 €/a) oder 5–7 % vom Ertrag (Sonnenmelker). Beispiel 8 kWp: 2.000 € einmalig/20 Jahre = 8,34 €/Monat (Solux) — für viele zu wenig (Eisbaer: «100 Euro/Jahr»). Solux: bei Pacht keine Eigenverbrauchsförderung — Sie sind nicht Anlageninhaber. Kleines Dach ohne Kapital? Alternativ Dach-BKW prüfen. EEG-Kontext Eigenbetrieb: Teileinspeisung ≤10 kWp 7,78 ct/kWh (Bundesnetzagentur-Tabelle, Stand Feb. 2026).
- Drei Pfade: Dachpacht, Eigenanlage, Mieterstrom (Vermieter).
- Fair-Check: 20 €/kWp/Jahr oder 5–7 % Ertrag rechnen.
- Vertrag: Haftpflicht, Grundbuch-Last, Option Übergabe nach 20 J.
- Kein Ranking: Forum-Spanne statt Werbe-Rendite.
- MaStR: nur bei Eigenbetrieb — Anmeldung.
Drei Modelle: Pacht, Eigenbau, Mieterstrom
| Modell | Wer besitzt die Anlage? | Ihr Einkommen | Typischer Fall |
|---|---|---|---|
| Dachpacht | Investor/Betreiber | Feste Pacht (einmalig oder jährlich) | Kein Kapital, kein Risiko wollen |
| Eigenbau | Sie | EEG + Eigenverbrauch | Dach + Invest + MaStR |
| Mieterstrom | Vermieter | Stromverkauf an Mieter | MFH, hoher Eigenverbrauch vor Ort |
Solux (55458) zur Pacht: «wenn du dein Dach verpachtest, greift keine Eigenverbrauchsförderung. Da Du nicht Inhaber der Anlage bist.» Der Pächter kassiert EEG und Risiko; Sie kassieren nur die vereinbarte Pacht.
Pacht-Benchmarks — was Foren als «fair» nennen
“als grobe Richtung sind 20 Euro pro KWp und Jahr fair. Bei 8 KWp sind das 160 Euro pro Jahr.”
stätzlinger rechnet Einmalzahlung: 15 Jahresmieten abgezinst → 15×160 € = 2.400 € bei 8 kWp. Sonnenmelker (gleicher Thread, 8,5 kWp Süd): «5% -7% vom Ertrag» — bei angenommen 950 kWh/kWp ≈ 150 €/Jahr, Summe 20 Jahre 2.700–3.600 €. Angebot D411: 2.000 € einmalig/20 J. für ~8 kWp — Meinungen spalten sich (PV-Berlin: «überaus fair»; Eisbaer: «100 Euro/Jahr»).
“2000 Euro für 20 Jahre. Das sind 8,34 Euro im Monat für das Dach.”
Pacht vs. kaufen — die Serin-Rechnung
“Wenn du selbst baust, dann kannst du den potentiellen Gewinn des Mieters selbst realisieren.”
Serin (121286) formuliert die Grundlogik: Der Pächter investiert nur, wenn nach Pacht noch Gewinn bleibt. Wer dieselbe Anlage selbst zu ähnlichen Baukosten betreibt, erhält Pacht + Pächter-Marge zusammen — minus Vorfinanzierung. Ausnahme Pacht: kein Kapital, keine Lust auf MaStR/Technik, Rentner mit Fixbetrag (LumpiStefan: «kurzfristig denken»).
Vertrag: Grundbuch, Haftpflicht, Anlage nach 20 Jahren
Solux: «Übereignung für den Zeitraum ins Grundbuch eintragen» — prüfen, was bei Vertragsende passiert. Sonnenmelker: «Haftpflichtversicherung» für die Anlage. stätzlinger-Tipp: «Anlage nach 20 Jahren geschenkt bekommen» verhandeln — Eisbaer warnt vor Entsorgungskosten danach. Keine pauschale «geschenkt = gratis»-Rechnung.
EEG-Kontext — warum Pacht-Angebote sinken
Eigenbetreiber mit Teileinspeisung ≤10 kWp erhalten laut Bundesnetzagentur-Vergütungstabelle (Feb. 2026, zitiert u. a. Finanztip/Lichtblick) 7,78 ct/kWh — Eigenverbrauch schlägt Einspeisung bei ~30+ ct Bezug. stätzlinger/Eisbaer: «Wert des Daches» schwindet mit jeder Vergütungsabsenkung. Das erklärt niedrige Pacht-Angebote — nicht «Energieversorger reißen sich» (User_5090, 121286).
Dachpacht: Benchmark 20 €/kWp/Jahr (stätzlinger) oder 5–7 % Ertrag (Sonnenmelker).
Mieterstrom — wann das dritte Modell passt
Bei Mehrfamilienhäusern kann der Vermieter Strom an Mieter liefern statt extern zu verpachten. Pacht-Verpächter bleibt außen vor. Detailjuristik (privilegierte Maßnahmen, Modernisierung) — separates Mietrecht; hier nur die Abgrenzung: Pacht ≠ Mieterstrom.
Kleines Dach? Balkon-PV statt 8-kWp-Pacht
Bei ~60 m² und 8 kWp lohnt die Foren-Diskussion. Wer weniger Fläche hat oder kein Voll-Dach will: Dachmontage-BKW (800 W AC) ist anderer Hebel — kein Ersatz für 30 kWp-Ost/West, aber realistischer Einstieg.
Checkliste vor Unterschrift
- Pacht rechnen: €/kWp/Jahr und % Ertrag (20 € bzw. 5–7 %).
- Einmal vs. monatlich: Abzinsung (15× Jahresmiete?).
- Eigentum: Grundbuch, Rückgabe/Schenkung nach 20 J.
- Haftpflicht: wer haftet bei Schaden/Dachundichtigkeit?
- Demontage/Entsorgung: Kosten Ende Laufzeit?
- Alternative: Eigenbau-Kalkulation mit gleichen kWp.
- MaStR: nur bei Eigenbetrieb — Prozess.
FAQ
Ist Vermieten immer wirtschaftlicher? Nein — Serin/eba: nur wenn Pacht höher als eigener Netto-Gewinn; selten bei günstigem Eigenbau.
2.000 € für 20 Jahre fair? Forum: bei 8 kWp zwischen «ok» (stätzlinger) und «zu wenig» (Solux/Eisbaer) — selbst rechnen.
EEG als Verpächter? Nein (Solux) — Pächter ist Betreiber.
Markus Weber, Technik-Redaktion: Die alte Version dieser Seite mischte 10-kWp-ROI mit BKW-Speicher-Preisen und einem pauschalen «60 % ohne Smart Meter»-Schrecken. Der echte Kern der Suchanfrage «dach mieten solaranlage» ist simpler: wie viel Euro pro kWp und Jahr ist fair — und die Foren antworten mit 20 € oder 5–7 % Ertrag, nicht mit Versorger-Hype.
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